Robert Gaillard: Herzdame und der Korsar. (Broschek Verlag, Hamburg, 700 S., Leinen 19,80 DM.)

Fortführung des Lebensbildes jener Marie des Isles, das im Vorjahr unter dem Titel „Herzdame“ im gleichen Verlag erschien. Das weitere Schicksal der Herrscherin von Martinique zur Zeit Ludwigs XIV. ist an einen robusten Freibeuter gebunden, der sie bis zum Hof des Sonnenkönigs hin vor den Intrigen ihrer Widersacherbeschützt. Alle Möglichkeiten großartiger historischer Gewandung wurden vom Autor zum prächtigen. Hintergrund einer Liebesgeschichte genutzt.

Hanns Marschall: Öl brennt in Partien. (Broschek Verlag, Hamburg, 435 S., Leinen 11,80.)

Erst seit sechzig Jahren fließt Öl in Persien. Die Entwicklung von der ersten Bohrung bis zur Verquickung der Wirtschaftsinteressen mit denen der Weltpolitik umspannt der abenteuerliche Roman in geschickter Nutzung der Tatsachen und des fremdartigen Lebensstils in Persien.

Nordhoff-Hull: Kolonie Sydney. (Verlag Heinrich Scheffler, Frankfurt A. M., 352 S., Leinen 13,80 DM.)

Ein Straßenräuber aus Not wird lebenslänglich nach Australien deportiert, flieht nach geraumer Zeit nach London zurück und reist dann als freier Kolonist wiederum nach Australien. Die beiden Autoren der „Meuterei auf der Bounty“ erzählen um diesen roten. Faden herum in wohltuend einfacher Stilistik die Anfänge der Kolonisation im fünften Erdteil.