Berlin ist — selbst aus der Weltperspektive heraus gesehen — stets ein Mittelpunkt def deutsche Glühlampenhersteüer zur Osram GmbH. zusammenschlössen, lagen die ersten Jahrzehnte entscheidender Entwicklung bereits hinter ihnen. Die Stadtder ersten heißen Kämpfe um die Glühlampe war Berlin. Kein Wunder also, daß sich die Osram Gesellschaft hier bald zur größten europäischen Glühlampenfabrik emporarbeitete. Neben dieser Priorität des Berliner Unternehmens bestanden vor dem Krieg zahlreiche europäische Fabriken und auch Werke in Übersee, die alle gemeinsam ein Stück deutscher Weltgeltung schufen: Osram Lampen.

Der Krieg brachte Einschränkungen der Forschung und Fertigung : die entscheidende Welttnitarbeit an der Leuchtstofflampe mußte theoretisch abgebrochen werden. Das Ende des Krieges jedoch setzte einen Bomben- und Demontagestrich unter den Begriff Osram. Verlust der Auslandsfabriken, fast völlige Zerstörung und Demontage der deutschen Werke. Berlin war eine Insel geworden, aber auf dieser Insel begannen clie Mitarbeiter, bereits kurz nach dem Zusammenbruch, aus den" Trümmern Maschinenreste zusammenzusuchen, zusammenzubauen, aufzustellen. Ein 5000 RM Kredit und ein kleiner Lampenvorrat waren damals die einzige Rückendeckung.

Am 23. August 1945 verließ schon wieder die erste 15 Watt Lampe das Berliner Werk; doch damit war erst ein kleiner Anfang erreicht. Neben der materiellen Einbuße machte der Verlust vieler qualifizierter Mitarbeiter den Wiederaufbau sehr schwierig. Denn schließlich hatten nicht ciur die Erzeugnisse Weltruf, auch die Wissenschafder der Osram Studiengesellschaft spielten eine internationale Rolle. Und wenn Osram hute in Berlin, dem Sitz der Gesellschaft, und in der Bundesrepublik in neuen Werken Lampen produziert, verdankt das Unternehmen diese Viederemarkung vor allem den alten Mitarbeitern, die, aus dem Krieg zurückgekommen, ihr Können und ihre Einsatzbereitschaft sofort wieder in den Dienst ihres Werkes stellten £.