Die für die Bearbeitung von Exportanträgen zuständige „Zentrale Genehmigungsstelle“ war bereits mehrfach das Ziel von Angriffen deutscher Exporteure, Fachvereinigungen oder Industriegruppen. Meist entwickelten sich die Vorwürfe recht massiv und warfen der Dienststelle eine jedem Kaufmann verhaßte bürokratische Langsamkeit vor. Jetzt sind es Kreise der eisenverarbeitenden Industrie, die sich über die „schleppende Antragserledigung“ der Zentralen Genehmigungsstelle beklagen. Man spricht von Rückständen, die sich bis auf vier Wochen ausdehnen, wobei man befürchtet, daß bei einer Beibehaltung des bisherigen Tempos die Erledigung der Anträge wohl bald sechs ganze Wochen in Anspruch nehmen wird.

Das ist unbestreitbar zuviel Und die eisenverarbeitende Industrie dürfte völlig im Recht sein, wenn sie darauf verweist, daß durch diese Verzögerungen die deutsche Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten ohne Zweifel spürbar beinträchtigt wird. Aber dies ist es gerade, was wir uns nicht leisten können. Die übergeordnete Dienststelle der so langsamen „Genehmigung“ stelle“ sollte sich wirklich umgehend mit dem bürokratischen Apparat beschäftigen, für eine sofortige Abstellung der Klagen und damit für etwas mehr Elan sorgen. Rückstände bei einer derartigen Einrichtung sind Mißstände – um es einmal beim Namen nennen. ww.