Mit Riesenschritten naht der Tag, da die Tätigkeit der Alliierten Bankkommission (ABC) beendet ist, jener Instanz, die seit dreieinhalb Jahren ein Weisungsrecht gegenüber der Bank deutscher Länder auszuüben berechtigt war. Da ziemt sich wohl ein Wort des Dankes an dieses Dreimächte-Gremium, das, als wohlmeinender Berater wirkend, des Beigeschmacks „Besatzung“ seit Anbeginn so vorteilhaft entbehrte. In deutschen Fachkreisen erinnert man sich nicht nur der harmonischen äußeren Form des Verkehrs zwischen ABC und Länderbank, sondern auch des materiellen Akkords, wenn es um den Schutz der Währung ging. So oft – auch von alliierter Seite – ein Verlangen nach Kreditausweitung laut wurde, so oft fand die ABC Argumente für eine Perforierung solcher, die Stabilität der D-Mark gefährdender Ansinnen. Selbst ein Jean Cattier vermochte diese Barriere nicht zu überwinden.

Was soviel heißen soll, daß die Alliierte Banckommission nach allen Seiten als objektiv ehrlicher Treuhänder auftrat. Damit hat sie sich – frei nach Horaz – ein Denkmal gesetzt, dauernder als Erz. Nämlich ein Gedenken ohne Schatten. Und das wird man nicht von allen alliierten Instanzen nachträglich behaupten können. H. B.