Aufsichtsrat and Vorstand der Farbwerke Hoechst AG. bestellt. In Frankfurt am Main trat der von den Gründern bestellte Aufsichtsrat der ersten der drei Nachfolgegesellschaften der IG-Farbenindustrie, der Farbwerke Hoechst AG. vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt am Main-Höchst. zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurde Dr. b. c. Hugo Zinsser (Rhein-Main-Bank, Frankfurt am Main) gewählt, zu stellv. Vorsitzenden Dr. Leisler-Kiep, Kronberg, und Generaldir. Max H. Schmid, Wiesbaden. Der Aufsichtsrat bestellte zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstandes Dr. Michael Erlenbach, Oscar Gierke, Heinz Kaufmann, Walther Ludwigs, Dr. Kurt Möller, Dr. Otto Fritz Schulz, Dr. Konrad Weil, sämtlich Frankfurt am Main, und Dr. Karl Winnacker, Knapsack. Zu stellv. Mitgliedern wurden Dr. Ernst Engelbertz, Johannes Moser, Dr. Adolf Sieglitz und Dr. Josef Wengler, sämtlich Frankfurt am Main, bestellt.

Die „Farbenfabriken Bayer AG., Leverkusen“ wurde nunmehr ebenfalls im Zuge der Entflechtung der früheren IG-Farbenindustrie als eine der Nachfolgegesellschaften mit einem Grundkapital von 100 000 DM gegründet. Die Gründer haben für den Aufsichtsrat benannt: Dr. Richard Bayer, Hochdahl, Geheimrat Gustav Bracht, Bad Wiessee, Prof. Dr. Adolf Butenandt, Tübingen. Dr. Theo Goldschmidt, Essen, Dr. Oswald Rösler, Düsseldorf, und Ministerialdir. a. D. Helmuth Wohlthat, Düsseldorf. Der Aufsichtsrat soll noch ergänzt werden durch einen Vertreter der ausländischen Aktionäre, ferner durch Mitglieder aus dem Betrieb, die etwa ein Drittel des endgültigen Aufsichtsrates ausmachen werden. – Bei den Farbenfabriken Bayer steht im Inland der Absatz von Chemikalien an erster Stelle. Im Export liegt die Führung bei den Farbstoffen, gefolgt von Chemikalien und den pharmazeutischen Produkten, die früher im Export an der Spitze standen. Der Exportanteil an der Produktion betrug im Jahre 1951 rund 34 v. H. gegenüber 50 v. H. in den Vorkriegsjahren. Die Produktion könnte mengenmäßig noch erweitert werden. Sobald in der Frage des Anschlusses von Dormagen eine endgültige Klärung erfolgt sein wird, dürfte dort auch eine stärkere Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Chemiefaser einsetzen. Die Ausgliederung der Titan GmbH, durch Verkauf der Anteile ist noch nicht endgültig, dürfte jedoch unmittelbar bevorstehen.

Gründung der BASF im nächsten Jahr. Wie verlautet, wird Anfang Januar als letzte der drei großen IG-Farben-Nachfolgeunternehmen die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) in Ludwigshafen ins Leben gerufen werden. Das Gründungskapital wird bei der BASF gleichfalls 100 000 DM betragen und soll später erhöht werden.

Daimler-Benz: 5 v. H. Dividende für 1950. Dem Aufsichtsrat der Daimler-Benz Aktiengesellschaft lagen in der Sitzung die Bilanzen für das verlängerte Geschäftsjahr 1948/1949 und für 1950 vor. Die Verwaltung beschloß, der zum 15. Januar einberufenen HV. vorzuschlagen, den Reingewinn aus dem Geschäftsjahr 1948/1949 auf neue Rechnung vorzutragen und aus dem Gewinn des Jahres 1950 eine Dividende von 5 v. H. auf das umgestellte AK. von 72 Mill. DM auszuschütten.

Die HV. der Fahlberg-List AG., Hamburg, beschloß, das Kapital in Verhältnis 10 : 1 unter Einstellung eines außerordentlichen Kapitalentwertungskontos von 131 268 DM auf 700 000 DM festzusetzen. Das Rumpfgeschäftsjahr 1950 schließt mit einem vorzutragenden Verlust von 15 973 DM. Aus dem AR ist durch Tod Bankdir. Hampf ausgeschieden. Der durch Los zum Ausscheiden bestimmte Bankdir. A. Haalcke, Hamburg, wurde wiedergewählt. Bezüglich der Zukunftsaussichten erklärte Generaldir. Dr. Kalter, daß die Tochtergesellschaft, die Fahlberg-List GmbH., Wolfenbüttel, die unter Verwendung der Schutzrechte der AG, die früher in der jetzt „volkseigenen“ Magdeburger Fabrik produzierten Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel herstellt, sich gut entwickelt habe.

Siemens-Reiniger-Werke AG., Erlangen. In der am 14. Dezember in Erlangen abgehaltenen HV. wurde der Jahresabschluß zum 28. Februar 1951 verabschiedet. Die Bilanz weist einen Reingewinn von 1,063 Mill. DM aus. Die HV. beschloß, wieder eine Dividende von 5 v. H. auszuschütten. An die Belegschaft wurde die von der Dauer der Dienstzeit und von der Höhe der Dividende abhängige Erfolgsbeteiligung gezahlt. Nach dem bisherigen Verlauf ist für das Geschäftsjahr 1951/52 wieder ein befriedigendes Ergebnis zu erwarten. Die Umsätze haben gegenüber dem Vorjahr beachtlich zugenommen. Die Exportquote, die schon vor einem Jahr die Hälfte der Produktion überschritten hatte, ist weiter gestiegen. Der im Oktober 1950 in Angriff genommene Erweiterungsbau der Fabrik wurde inzwischen fertiggestellt und bezogen.

Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Düsseldorf. Das Unternehmen weist für 1950 aus einem Gesamtertrag von 1,6 Mill. DM und 0,09 Mill. DM Abschreibungen einen Jahresgewinn von 0,89 Mill. DM aus, der sich um den Vortrag aus 1949 auf 0,93 Mill. DM erhöht. Hieraus wird eine Dividende von 4 v. H. auf das gewinnberechtigte Grundkapital von 20,865 Mill. DM verteilt und 0,09 Mill. DM werden vorgetragen. Der Ertrag stammt mit 0,78 Mill. DM aus dem überschuß der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft mbH., Hagen/Westfalen, und mit 0,81 Mill. DM aus den Erträgen der Beteiligungsgesellschaften.