Vor dem „Rationalisierungskuratorium der deutschen Wirtschaft“ hat Prof. Erhard kürzlich erklärt: die erste Phase der wirtschaftlichen Nachkriegsentwicklung sei nun wohl abgeschlossen; für die zweite Phase müsse nun ein Programm zur Steigerung der Produktivität einsetzen, mit einer umfassenden Rationalisierung in der Produktion, im Absatz und im Vertrieb. Die Industrie solle auch einmal überlegen, ob sie nicht bestimmte lebensnotwendige Erzeugnisse typisieren und billiger herausbringen könne.

Kurz zuvor hat Minister Blücher dem Bundestagsausschuß für ERP-Fragen einen Überblick über das „Produktivitätsprogramm“ der ECA gegeben. Sein Bericht beruhte auf einem Gutachten, das ein amerikanisches Komitee über Fragen der deutschen Produktionssteigerung angefertigt hat. Danach wäre zwar die deutsche Grundlagenforschung „umfassend“; die Forschungsarbeiten würden aber in der Praxis nur ungenügend berücksichtigt. Das Programm der ECA sieht, nach Blücher, vier Punkte vor:

Rationalisierung der Arbeitsmethoden,

Untersuchung der Produktionsmethoden,

Betriebsgrundlagenforschung von der Pro-

duktionsseite aus,

Interessierung aller Betriebsangehörigen am