Neugründung der BASF. Am 30. Januar wurde die Badische Anilin- und Soda-Fabrik A.-G., Ludwigshafen am Rhein, mit einem vorläufigen Grundkapital von 100 000 DM gegründet. Gründer waren Hermann J. Abs, Direktor der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt a. M., Edmund Kappes, Vorstandsmitglied der Süddeutschen Revisions- und Treuhand AG., Mannheim, Dr. Franz Merkle, Vorstandsmitglied der Schwäbischen Treuhand AG., Stuttgart, Prof. Dr. Dr. h. c. Alwin Mittasch, Heidelberg, und Leopold Freiherr von Schrenk-Notzing, Stuttgart. Dem AR. gehören an: Dir. Abs, Oberbürgermeister Valentin Bauer, Ludwigshafen, Ministerpräsident a. D. Dr. Wilhelm Boden, Präsident der Landeszentralbank von Rheinland-Pfalz, Mainz, Frau Else Bosch, Heidelberg, Dir. Dr. Karl Goeggel, Ludwigshafen, Dr. Max von Hellingrath, Präsident der bayerischen Staatsbank, München, Prof. Dr. Richard Kuhn, Direktor des Max-Planck-Instituts für Chemie und für medizinische Forschung. Heidelberg, Ing. Simon Lazard, Paris, Dr. Richard Merton, Vorsitzer des Aufsichtsrates der Metallgesellschaft, Frankfurt, Generaldirektor Hermann Schlosser, Deutsche Gold- und Silberscheideanstatt, Staatssekretär a. D. Carl Chr. Schmid, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schutzvereinigungen für Wertpapierbesitz, Düsseldorf, sowie Frhr. von Schrenk-Notzing, Stuttgart. Vom AR. wurde Dir. Abs zum Vorsitzer des AR. gewählt, stellv. Vorsitzer wurden Dr. Richard Merton und Nobelpreisträger Prof. Dr. Kuhn. Ferner bestellte der Aufsichtsrat den Vorstand mit dem bisherigen langjährigen Leiter des Werkes Dr. Carl Wurster als Vorsitzer; Dr. phil. nat. Bernhard Timm, Stellv. des Vorsitzers; Dr. jur. Wolfgang Heintzeler, Dr.-Ing. Fritz Helwert, Dir. Fritz Krieger, Dr.-Ing. Walter Ludewig, Dr. phil. Karl Pflaumer und Prof. Dr. phil. nat. h. c. Dr.-Ing. e. h. Walter Reppe. Alle Vorstandsmitglieder bekleiden seit vielen Jahren leitende Stellungen im Ludwigshafener Werk, Die Gründung dient der Vorbereitung zur Ausgliederung der BASF aus dem Vermögen der I. G. Farbenindustrie, womit die rechtliche Verselbständigung des Werkes aber noch nicht vollzogen ist. Entscheidender Akt in dieser Richtung wird die Kapitalerhöhung der neuen AG. sein, bei der das Werk als Sacheinlage aus dem Vermögen der I.G. auf die neue AG. übertragen werden soll. Mit diesem Zeitpunkt wird die alliierte Kontrolle der BASF ihr Ende finden. Über die Höhe des endgültigen AK. können noch keine Angaben gemacht werden.

In der ao. HV. der Rütgerswerke AG., Frankfurt a. M. ist die Ausgabe einer 6 1/2prozentigen Wandelanleihe im Gesamtbetrage von 8 Mill. DM beschlossen worden. Hiervon werden durch das unter Führung der Hessischen Bank stehende Bankenkonsortium 6,7 Mill. DM ab 1. Februar 1952 zum freihändigen Verkauf gestellt, während 1,3 Mill. DM für eine der Gesellschaft nahestehende Gruppe reserviert werden. In seinem Bericht über die Geschäftslage führte der Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Bellwinkel, aus, daß 1951 eine mehr als 50prozentige Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahre erreicht werden konnte. Hierbei haben sich auch die von der Gesellschaft in den letzten Jahren in Angriff genommenen Ausbau- und Rationalisierungsmaßnahmen ausgewirkt. Die Teerproduktenabteilung erbrachte allein die Hälfte der Umsatzsteigerung. Die Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel wurden weiter vorangetrieben. Das Werk der Bakelite GmbH, in Letmathe/Westf. ist im wesentlichen fertiggestellt und wurde 1951 stufenweise in Betrieb genommen. Der Absatz hat sich gegenüber 1950 erheblich gesteigert. Der gute Geschäftsgang des Jahres 1951 wird die Ausschüttung einer Dividende von 5 v. H. ermöglichen.

Buderus’sche Eisenwerke AG.: 4 1/2 v. H. Dividende. Die HV. des Wetzlarer Unternehmens beschloß für 1950 (31. Dezember) eine Dividende von 4 1/2 v. H. (1948/49 = 18 Monate: 3 1/3 v. H. p. a.) auf das 26 Mill. DM betragende Grundkapital zu verteilen. Für das inzwischen beendete Geschäftsjahr 1951 wurde eine Erhöhung der Dividende auf 5 v. H. in Aussicht gestellt. Die Erzeugung des Unternehmens ist gegenüber 1950. bei Gießereierzeugnissen um 20 v. H., bei Kalkstein um 12,5 v. H., bei Phosphorit um 6,9 v. H., bei Zement um 25 v. H. und bei Betonwaren um 66,6 v. H. gestiegen. Der Gesamtumsatz nahm von 120 Mill. DM in 1950 auf 176 Mill. DM in 1951 zu. Der Export hat sich 1951 gegenüber dem Vorjahr nochmals um 20. v. H. erhöht. Ferner wurde in der HV. die Ausgabe von 6 1/2prozentigen hypothekarisch gesicherten Wandelschuldverschreibungen im Betrage von 8,5 Mill. DM beschlossen bei einer gleichzeitigen bedingten Erhöhung des Grundkapitals (bisher 26 Mill. DM) bis zu diesem Betrag zwecks Sicherung des Umtauschrechtes. Die Laufzeit der Anleihe beträgt 15 Jahre, Ausgabekurs. 100 v. H., Zuzahlung ist nach Dividendenprozenten der künftigen Jahresergebnisse gestaffelt; die Anleihe wird, den Aktionären durch ein Bankenkonsortium im Verhältnis 3:1 angeboten.

Alte Leipziger Lebensversicherungsgesellschaft a. G. 1951 wies gegenüber dem Vorjahr einen verstärkten Antragszugang auf. Besonders ist die Aufbau-Lebensversicherung an dem günstigen Ergebnis beteiligt, ferner die Firmengruppenversicherung, Insgesamt beläuft sich 1951 der Zugang auf 131 Mill. D-Mark Versicherungssumme. Der Versicherungsbestand hat sich von 308 (Ende 1950) auf 412 Mill. DM (Ende 1951) erhöht.

Verlustabschluß bei Bamag-Megum. Die HV der Bamag-Megum AG, Berlin, Gießen, Köln, genehmigte die Abschlüsse der Geschäftsjahre 1942/43 bis 1948/49 Das Kapital wurde im Verhältnis 1:1 auf. 6 Mill. DM umgestellt, der Verlust von 29 900 DM, der zum 30. Juni 1949 entstanden war, wird vorgetragen.

Die Kölsch-Fölzer-Werke AG., Siegen, deren Stammwerk auf eine 100jährige Tradition zurückblicken kann, besitzen eine Kältemaschinenfabrik, die vor 25 Jahren ins Leben gerufen wurde Die Erzeugnisse dieser Kältemaschinenfabrik sind unter dem Namen Mammut-Kühlanlagen im In- und Ausland bekannt. Das Schwergewicht der Kältemaschinenfabrik liegt bei der Kühlung von Lebensmitteln für gewerbliche Betriebe. Im Jubiläumsjahr hat die Kältemaschinenfabrik die Erweiterung ihres Fabrikationsprogrammes und den Ausbau der Auslandsorganisation in Angriff genommen.

Gewinnabschluß bei Hartmann & Braun. Im Geschäftsjahr 1950 erzielte die Hartmann & Braun AG., Frankfurt/Main, unter Einschluß des Vortrages aus dem Vorjahr, einen Gewinn von 0,26 Mill. RM, aus dem 3 v. H. Dividende auf das AK von 3,632 Mill. DM ausgeschüttet werden sollen.