Während die DM-Umstellungsbilanzen von den Kapitalgesellschaften der gewerblichen Wirtschaft bis auf wenige Ausnahmen inzwischen vorgelegt worden sind und auch bereits die An 1 schlußberichte für die ersten Jahre nach der Umstellung herauskommen, fehlen die Umstellungen und Abschlüsse der Banken auf Grund deren besonderer Situation noch fast alle. Immerhin ist es auch über den Kreis der Eingeweihten hinaus bekannt, daß fast alle Sparten des Bankgewerbes in der im allgemeinen ansteigenden Konjunktur drei gute Geschäftsjahre hinter sich haben: was sich auch in den Börsenkursen der Aktienbanken widerspiegelt. Dieser Gesundungsprozeß, der von der Währungsreform besonders hart betroffenen Banken ist naturgemäß eine wesentliche Voraussetzung für den zukünftigen reibungslosen Ablauf des gesamten Wirtschaftskreislaufes und deswegen sehr zu begrüßen.

Allerdings führt die Wirtschaft des öfteren Klage wegen allzu hoher Belastung der Kreditnehmer seitens der Banken. Diese wiederum sagen, die Höhe der Zinsen und Provisionen sei notwendig zur Aufrechterhaltung ihre; Geschäftsbetriebes. In diesem Zusammenhang veröffentlicht das Deutsche Industrieinstitut einige bemerkenswerte Ziffern über Art und Höhe der Belastung der Kreditnehmer.

Durch Heraufsetzung des Normalsatzes für Sollzinsen auf 1 1/2 v. H. (gegen früher 1 v. H.) und Erhöhung der Kreditprovision von 1/8 v. H.

nach den Angaben des Bankgewerbes

Kasse 13,50 DM zu 0 v. H. = 0

Ausgl.-Ford. 25,– DM zu 3 v. H. = 0,75

Kredite 61,50 DM