Seit dem Frühsommer 1951 konnte die Regierung in Washington, gestützt auf langfristige Lieferkontrakte, ihre Zinnkäufe am „offenen“ Weltmarkt einstellen, ohne die laufende Versorgung ihrer Industrie und den zusätzlichen Bedarf für die Wiederaufrüstung zu gefährden. Hatte man vorher durch Käufe „um jeden Preis“, um den strategischen Vorrat aufzufüllen, die Zinnpreise auf 183 cts je lb (Februar 1951) heraufgetrieben, so ist seitdem durch die REFICO der Preis in sieben „Etappen“ auf 103 cts gedrückt worden; er liegt damit etwa doppelt so hoch wie in den Kriegsjahren, mit (damals) 52 cts.

Neuerdings hat nun Mr. Symington (von der REFICO) erklärt, daß ein vollwertiger Ersatz für Weißblech. entwickelt werde: starke Aluminiumfolien in Verbindung mit plastischen Massen. Es heißt sogar, daß man generell Aluminium an Stelle von Zinn verwenden könne, um Weißblech, („neuerer Art“) zu erzeugen...

„Metal Bulletin“, die britische Fachzeitschrift, meint zwar, daß diese Nachrichten nur einen weiteren Druck auf die Zinnpreise ausüben sollten. Was es aber bedeuten würde, wenn die amerikanischen Pläne bis zur Produktionsreife entwickelt werden, wird klar, wenn man berücksichtigt, daß bisher zwischen 50 und 40 v. H. des Welt-Zinnverbrauchs auf die Weißblechherstellung entfielen – zuletzt etwas weniger deshalb, weil die materialsparende elektrolytische Verzinnung – 1942 erst 3,3 v. H. der Produktion ausmachend, heute jedoch schon 65 v. H. – sich schnell durchsetzt. Schon das macht „Malaya“ besorgt. Dabei wird die Welt-Zinnerzeugung für 1951 mit 166 300 lg/t (gegen i. V. 172 100) geschätzt, während man einen Verbrauch von nur etwa 140 000 Ig/t erwartet ... b. b.