Cannes, im Februar

Es ist schwer, die Straße zu finden, de zu dem Bergnest führt. Ein asphaltierte: Weg schlängelt sich in über zwanzig Kilometer Länge hinauf. Die Bepflanzung hört auf, graues Geröll bedeckt die Abhänge, mitunter versperren große Brocken den Weg. Eine Fahrt ohne Ende scheint es. Bis plötzlich durch einen kleinen Tunnel hindurch tief unten der Küstenstrich der Côte d’Azur sichtbar wird. Bis zu den italienischen Bergen schweift ungehindert der Blick.

Noch eine steile Auffahrt... ein kleiner Platz, und endlich wieder Sonne. Aus einem hohen Gebäude mit großen Fenstern klingen Kinderstimmen. Sie sagen im Takt einen Vers auf,

In dieser Schule wohnt der Mann, dem unser Besuch gilt. Wir klopfen, wir rufen. Es dauert eine Weile, bis sich eine Tür öffnet, schwere Schritte auf der dunklen, steilen Treppe erschallen und uns Gobert gegenübersteht. Breit, wuchtig, hochgewachsen, ovales Gesicht, Bartstoppeln, Manchesterhose und olivenfarbener Sweater.

Ganz vorsichtig drückt er uns die Hände. Erstaunt, daß sie nicht in dieser Pranke zermalmt wurden, ziehen wir sie zurück. Er öffnet eine Tür. Eisige Kälte... ein riesenhafter Kamin.

Eine Staffelei steht mitten im Raum. Die Flammen aus dem Kamin geben Licht und Schatten. Langsam, bedächtig legt Gobert seine Bilder in den Rahmen. Nur die Titel der Bilder unterbrechen die Stille: „Die Hütte“, „Gourdon im Mondlicht“, „Berge“ ...

Auf dem Kaminsims stehen sonderbare Figuren. Gobert folgt unserm Blick.