Am 1. Februar, dem Vortage der Eröffnungsfeierlichkeiten der wiederaufgebauten Westfalenhalle, konnte die Hansa-Brauerei AG., Dortmund, ihren 50jährigen Geburtstag feiern. Nun ist ein 50jähriges Werksjubiläum sicherlich in Deutschland nichts Besonderes. Was aber bei der Dortmunder Hansa an eine große Zeit deutscher Vergangenheit erinnert, ist der Name. Hervorgegangen aus der Borussia-Brauerei hatte die Gründerfamilie, die noch heute maßgeblich in Aufsichtsrat und Vorstand vertreten ist, bei der Namensgebung um die Jahreswende 1901/02 den Bürgern Dortmunds in Erinnerung rufen wollen, daß hier an dem damals neu erstandenen Schifffahrtsweg, dem Dortmund-Ems-Kanal, die Tradition einer ehemaligen freien Reichs- und Hansestadt nicht untergegangen sei. Und vielleicht war es eben auch dieses Stück hansischer Tradition, daß der erste Nachkriegsexportauftrag an Bier nach Übersee, den eine Brauerei aus der britischen Zone durchführen konnte, von der Dortmunder Hansa getätigt worden war. Daß das Unternehmen im Geschäftsjahr 1950/51 wieder die Ausstoßziffern von 1938/39 hatte erreichen können, deutet zudem auf eine solide Mischung von Qualität und Kaufmannstum hin. -lt.