In der Londoner wissenschaftlichen Zeitschrift Nature hat der Nobelpreisträger und Professor der Cambridger Universität, Dirac, einen Artikel veröffentlicht, in dem er erklärt, er habe auf rechnerischem Wege nachgewiesen, daß doch so etwas wie der Äther im Weltall vorhanden sein müsse. Bis in die Anfänge unseres Jahrhunderts galt der Äther als eine feststehende Tatsache, hauptsächlich, weil man annahm, daß irgendein Mittel vorhanden sein müsse, um die Lichtwellen durch das Weltall zu übertragen. Nach der Relativitätstheorie von Einstein war aber eine solche Annahme, die zum erstenmal von Descartes im Jahre 1641 ausgesprochen wurde, nicht mehr notwendig, um die Fortpflanzung des Lichtes zu erklären. Professor Dirac gibt zu,-daß der Äther gewichtslos, geruchlos, unsichtbar und un fühlbar ist, behauptet aber, daß er als ein mathematischer Faktor existiert. Seine Veröffentlichung hat in englischen wissenschaftlichen Kreisen sehr große Aufmerksamkeit gefunden. Die Redaktion der Zeitschrift Nature entschloß sich sogar, den Artikel in die nächstfolgende Ausgabe zu setzen, während sonst dort jede Veröffentlichung drei Monate auf ihr Erscheinen warten muß, F.