Die neuere deutsche Selbstverwaltung ist bisher überwiegend von den Fachleuten des Staats- und Verwaltungsrechtes wissenschaftlich behandelt worden, wobei naturgemäß die Untersuchung der Begriffe eine wesentliche Rolle spielte. Es ist nun eine Publikation sehr zu begrüßen, die das Wesen der modernen Selbstverwaltung darstellt, mit den Augen des Historikers gesellen („Die deutsche Selbstverwaltung im 19. Jahrhundert, Geschichte der Ideen und Institutionen“ von Heinrich Heffter im F. Koehler Verlag, Stuttgart, 791 S.). Das Werk ist eingeordnet in den großen Zusammenhang der neueren abendländischen Verfassungsgeschichte und würdigt die von außen kommenden Einflüsse, so vor allem die englischen und französischen, auf die deutsche Selbstverwaltung und füllt damit eine Lücke im bisherigen deutschen Schrifttum aus. Es erbringt zudem den Nachweis, daß der Neubau der kommunalen und städtischen Selbstverwaltung seit den Zeiten des Freiherrn vom Stein einer der wertvollsten politischen Beiträge zur Demokratie ist, den die neuere deutsche Geschichte geleistet hat. Trotz der Fülle des Materials ist das Buch leicht verständlich geschrieben und wendet sich an alle Menschen, die historisch, verwaltungsrechtlich und politisch interessiert sind. C. v. S.

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Als Sonderdruck aus dem „Handbuch der Deutschen Aktiengesellschaften“ sind im Wirtschaftsverlag Hoppenstedt & Co., Heppenheim, Bergstraße, die finanzwirtschaftlichen Berichte der Siemens & Halske Aktiengesellschaft und der Siemens-Schuckertwerke Aktiengesellschaft erschienen. Die geschichtliche Entwicklung, vor allem der Wiederaufbau des Siemenskonzerns seit 1945 nebst Darstellungen über die jetzigen Betriebseinrichtungen, Fertigungen und Beteiligungen dürften das Interesse weitester Kreise finden (Preis 3,80 DM).

Das Mitglied des Vorstandes der Rheinisch-Westfälischen Bank, Dr. Plassmann, hat 1950 einen Bericht über die Entwicklung der Bank seit Kriegsende und im November 1951 einen solchen über das Jahr-1951 unter besonderer Berücksichtigung der sozialpolitischen Bemühungen und Leistungen erstattet. Beide Berichte sind jetzt im Richard Scherpe-Verlag, Krefeld, erschienen. – Dasselbe Institut veröffentlicht auch in diesem Jahr eine Broschüre, die eine Analyse der Börsenentwicklung und eine Kursübersicht über alle festverzinslichen und Aktienwerte enthält.

„Die ‚wirtschaftliche Entwicklung 1951 im Spiegel der Wertpapiermärkte“ heißt eine Veröffentlichung der Bayrischen Hypotheken- und Wechsel-Bank, München, die sich mit dem Ablauf des wirtschaftlichen. Geschehens und der Entwicklung auf den Wertpapiermärkten befaßt. Zahlreiche graphische Darstellungen und Kurstabellen ermöglichen eine gute Übersicht über die Wertpapiermärkte.

Im Verlag „Soziale Welt“ GmbH., Dortmund, Am Knappenberg 138, erscheint jetzt wieder die im In- und Auslande bekannte „Zeitschrift für Bergrecht“.

Mit der Frage der Unterhaltsansprüche beschäftigt sich eine Neuerscheinung des Hermann-Luchterhand-Verlages, Berlin-Frohnau, Welfenallee 3/5, unter dem Titel „Wer kann Unterhalt fordern, wer muß Unterhalt gewähren?“ (44 S., 1,25 DM).