Die Geschichte der bremischen Häfen ist in ihren wesentlichen Zügen die Geschichte der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft, die in diesen. Tagen auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Vom Bremer Baumwollhandel für die speziellen Aufgaben dieser Branche 1877 gegründet, entwickelte sich die BLG allmählich zur heutigen Hafenbetriebsgesellschaft, die gegenwärtig mit einem Jahresumschlag von 3,8 Mill. t zu fast 50 v. H. am seewärtigen Gesamtverkehr beteiligt ist. Bei Ausbruch des Krieges verwaltete das Unternehmen u. a. 450 000 qm Hafen- und Speicherraum. Der Krieg hinterließ 1945 ein Trümmerfeld: Der Weserbahnhof, die stadtaufwärts gelegenen Umschlaganlagen, der Freihafen I völlig zerstört, der Freihafen II zu 80 v.H. und die Umschlagpiers der Getreideanlage zu etwa 50 v. H. In mühseliger Arbeit wurden die Anlagen wiederaufgebaut. Der Schiffsverkehr, der 1887 nur 1 Mill. NRT betrug und bis 1938 auf 10,1 Mill. NRT aufholte, stellt sich heute auf 10,5 Mill. NRT bei einem Umschlag von 8 Mill. t. Flaggen von 30 Nationen sind daran beteiligt, 140 Liniendienste und rund 300 monatliche Abfahrten, das sind Zahlen, die für die BLG sprechen, die, am Wert des Umschlages gemessen, an der Spitze aller Bremer Betriebe steht. W. S.

Von der F. H. Hammersen AG., Baumwollspinnereien, Webereien, Färberei, Bleicherei- und Ausrüstung, Osnabrück, wurde unter dem Titel ,,Wir von Hammersen“ ein Werkfilm hergestellt, der den Rahmen eines reinen Werbefilms in jeder Richtung begrüßenswert überschreitet. Er berichtet von dem Geschehen in diesem großen Unternehmen, ist ein Zeugnis der engen Verbundenheit, die hier tonangebend ist und legt damit überzeugend das vorhandene gute soziale Klima dar. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung des Wiederaufbaues der Werke Osnabrück und Rheine. Heute beschäftigt die Hammersen AG, 2600 Menschen. Begonnen hatte das Werk 1869 mit 50 Belegschaftsmitgliedern, Man kann nur wünschen, daß dieses Hammersen-Film-Beispiel Nachahmer findet, um phrasenlos innerhalb eines Dokumentarfilms von dem vorhandenen Vertrauen und Gemeinschaftsgeist zu sprechen.

Die Kammgarn-Spinnerei Bietigheim in Bietigheim (Wttbg.) berichtet für das Geschäftsjahr 1950 von einer erheblichen Produktionssteigerung. Es verblieb ein Reingewinn von 374 900 DM, aus dem eine Dividende. von 6 v. H. gezahlt wurde.

Die günstige Entwicklung bei der Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot Ludwigsburg/Wttbg., hat sich auch 1951 fortgesetzt. Das Nettoeinkommen aus Spar- und Tilgungsleistungen betrug 87,4 Mill. DM, es lag damit um nahezu 10 v. H. über dem Ergebnis von 1950. Im Berichtsjahr 1951 wurden neue Bausparverträge mit einer Gesamtvertragssumme von 554 Mill. DM abgeschlossen, das ist gegenüber 1950 eine Zunahme um 5 v. H.

In der HV der Portland Cementfabrik Hemmoor, Oste, konnte der Vorsitzer des Vorstandes, Dr. Gustav Haegermann, über einen zufriedenstellenden Verlauf des Geschäftsjahres 1950 berichten. Der Absatz erfuhr eine bemerkenswerte Steigerung; allein der Exportanteil stieg auf über 20 v. H. Auch 1951 hatte das Unternehmen eine zufriedenstellende Entwicklung, die Aussichten für 1952 sind ebenfalls günstig. Das Geschäftsjahr schloß nach 0,439 (1. V. 0,553) Mill. DM Anlage-Abschreibungen mit einem Gewinn von 0,339 (1948 II/49: 0,257) Mill. DM ab, woraus 5 v. H. Dividende (i. V.: 4) verteilt werden. Das Anlagevermögen beläuft sich auf 5,755 Mill. DM, das Umlaufvermögen beträgt 3,110 Mill. DM. Das AK hat eine Höhe von 5,376 Mill. DM. Die Gewinnbeteiligung der Belegschaft erreichte 1950 rund 54 680 DM. Im Berichtsjahr wurden weitere Aktien der Portland Cementfabrik „Germania“, Hannover, in Höhe von 120 000 DM erworben, womit der Anteil des Unternehmens an dieser Gesellschaft mit 1,975 Mill. DM zu Buch steht und 52 v. H. ausmacht Zum stellvertretenden Vorsitzer des AR wurde Erich Bechtolf, Hamburg, wiedergewählt und zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied für den verstorbenen Dr. Ludolf Jacobi Dipl.-Kaufmann Ewald Marby bestellt.

Freiherrlich von Tucher’sche Brauerei AG., Nürnberg. Von der HV wurden der Jahresabschluß und die Gewinn- und Verlustrechnung vom 30. Juni 1951 zur Kenntnis genommen. Letztere weist nach Durchführung von Abschreibungen von insgesamt 858 056 DM einen Jahresgewinn von 146 722 DM auf. Eine Dividende kommt nicht zur Verteilung. In den Aufsichtsrat wurde Hanns Freiherr von Tucher, Simmelsdorf, zugewählt.