L. B. Kapstadt im Februar

Eine anläßlich der südafrikanischen Dreihundertjahrfeier vom 14. März bis zum 5. April in Kapstadt stattfindende Messe vereinigt die Eigenschaften einer großen Mustermesse mit der einer nationalen Kulturausstellung. Als Ausstellungsgebäude dieser größten bisher. in Südafrika veranstalteten Messe dienen die auf dem sogenannten „Foreshore“, dem trockengelegten Neuland, errichteten 25 Eisenbahnhallen und das umliegende Gelände. Die Messe gliedert sich in zusammenhängende Gruppen, in denen der Entstehungsvorgang vom Rohstoff bis zum Endprodukt vorgeführt wird, so von der Faser zum Kleid und vom Erz zum Fertigfabrikat. Von der Gold- und Diamantenindustrie wurden Pavillons errichtet, die u. a. im Betrieb befindliche Modelle von Grubenanlagen und eine Sammlung von Schmuckdiamanten enthalten. Zu den übrigen ausstellenden Erzeugern gehören der Kohlenbergbau, die Stahl-, Kraftfahrzeug-, Bekleidungs-, Gummi-, Konserven-, Wein- und Spirituosen-Industrie, die Zucker-, Tabak- und Papier-Industrie sowie die plastische Industrie,

Eine Unterabteilung der Messe ist der wissenschaftlichen Forschung, eine andere dem Verkehrswesen gewidmet. Eine weitere Abteilung befaßt sich mit dem Erziehungswesen in der Südafrikanischen Union. Das Leben der Eingeborenen wird durch einen Zulukraal mit Bewohnern und eine Buschmannfamilie zur Darstellung gelangen. – Das Nachbarland Südrhodesien bietet in einer umfangreichen Abteilung Zeugnisse seiner Wirtschaftsentwicklung und ansteigenden Produktionsfähigkeit und zeigt eine Wiedergabe der Festungs- und Tempelruinen von Simbabwe. Von Übersee sind Großbritannien, Westdeutschland, die Schweiz, Kanada und andere Länder da.