Aus Bayern werden, gemessen am Wert, 97 v. H. des gesamten westdeutschen Bedarfs an Haushalts- und Wirtschaftsgeschirr gedeckt. Im ersten Halbjahr vorigen Jahres wurden hier 23 554 t Porzellan erzeugt und für rund 95 Mill. DM abgesetzt bei einer Exportquote von fast 35 v. H. Bayern hat 56 Betriebe dieser Branche, und die meisten Fabriken liegen in Selb. Allein aus dieser Stadt kamen 50 v. H. des westdeutschen Porzellan-Exports nach den USA. Der Export nach den USA steht übrigens innerhalb der Ausfuhr von Gebrauchs- und Zierporzellan an zweiter Stelle. Im ersten Halbjahr ging für 1,27 Mill. $ (16 v. H. des Gesamtexports der Branche) nach den Staaten. Das Schwergewicht aber liegt in Europa. Italien liegt mit 24,4 v. H. (1,94 Mill. $) an der Spitze. Die Schweiz nimmt10 v. H. und Schweden 9 v. H. ab. Recht gering ist das Porzellangeschäft mit Großbritannien (0,1 v. H.). Südamerika gewinnt immer mehr Bedeutung: augenblicklich verfügt der Export bereits über einen Anteil von 4,3 v. H.

Für die westdeutsche Porzellanindustrie macht sich auf dem Weltmarkt die japanische und tschechische Konkurrenz neuerdings stärker bemerkbar. Das ist infolge der Beengung der deutschen Produktion durch Versorgungsschwierigkeiten mit Kaolin und Kohle eine Entwicklung, die in ihrer Bedeutung nicht unterschätzt werden darf. Sie hängt mit den Handelsbeziehungen zusammen, die wir mit der Sowjetzone und der CSR haben: von dort kommt Kaolin. In letzter Zeit aber leider nur tropfenweise ... -zke.

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