Degussa stellt 1:1 um. Der Vorstand der Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt, vormals Roessler, Frankfurt a. M., schlägt der zum 29. Februar einberufenen HV. vor, das AK. im Verhältnis 1:1 auf 76,5 Mill. DM umzustellen. Die Rücklagen betragen 30,82 Mill. DM. Das Unternehmen beziffert seine Kriegsverluste auf etwa 120 Mill. DM; zum Ausgleich mußten verschiedene Beteiligungen abgestoßen mit die stillen Reserven aufgelöst weiten. Gleichzeitig mit der DM-EB werden die Geschäftsberichte bis zum 30. September 1951 vorgelegt. In dem Berichtszeitraum von 3 1/4 Jahren erhöhten sich die Vorräte einschl. Edelmetalle von 374 auf 55 Mill. DM. Während zum 30. September 1949 nun 9670 DM und zum 30. September 1950 schon 0,155 Mill. DM Reingewinn erzielt wurden, betrug der Gewinn zum 30. September 1951 4,609 Mill. DM. Aus dem Gesamtgewim von 4,77 Mill. DM sollen 5 v. H. Dividende verteilt werden der Rest von 0,95 Mill. DM wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Degussa beschäftigt zur Zeit ohne Tochtergesellschaften 6565 Mitarbeiter: der ausführliche Geschäftsbericht gibt einen repräsentativen Überblick über die Lage der Gesellschaft.

Die Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen AG., Wiesbaden, schüttet für das Geschäftsjahr 1950 aus einem Gewim von rund 1,44 Mill. DM eine Dividende von 4 v. H. an die Stamm- und von 3 v. H. auf die Vorzugsaktien aus, Der Umsatz des Unternehmens hat sich gegenüber 1943 um 22 v. H. erhöht. Das Exportgeschäft konnte erheblict ausgebaut werden. Der Jahresertrag stellt sich auf 45,85 (1948/49: 55,96) Mill. DM. Die Beteiligung des Unternehmens an der Kühlhaus Magdeburg GmbH, ging durch eine Enteignung verloren.

Die Francke Werke AG., Bremen, die im März 1951 in Konkurs gegangen sind, werden verkauft. Diese Mitteilung wurde auf einer formlosen Aktionärsversammlung gedacht. Käufer soll ein bekanntes Unternehmen Westdeutschlands sein, das die Werke als GmbH, weiterführen will. Der Kaufpreis soll 2,1 Mill. DM betragen. Der gebotene Preis reicht aus, um die bevorrechtigten Gläubiger zu befriedigen. Die Höhe der Abfindung der nicht bevorrechtigten Gläubiger wird wesentlich davon abhängen, in welchem Umfang die bestrittenen Forderungen anerkannt werden.