In Westberlin ist ein „Gesamtberliner Büro“ gegründet worden: eine offiziöse Institution des Berliner Senats, dessen erste sichtbare Leistung ein Weißbuch über alle Fakten, Vorgänge und Auslassungen, die zur Spaltung der Stadt geführt haben, sein wird; es kündigt, sich als die Rechtsstelle für eine spätere Wiedervereinigung Berlins an. Die fortschreitende Sowjetisierung der „Zone“ macht die Überlegungen, was nach der Wiedervereinigung zu geschehen habe, ständig schwieriger und komplizierter. Aber die Vorarbeit für die praktische Wiedervereinigung darf deswegen nicht ruhen. Diese Grundsatzarbeit ist das Anliegen des „Gesamtberliner Büros“. Es will den vom Geschwätz der Polemik und Propaganda mehr und mehr überwucherten Boden Gesamtberlins frei machen für die Stunde, in der Berlin wieder ein Berlin ist.