Seit Finchens Mann gestorben ist, findet man die junge Witwe fast täglich auf dem Friedhof, wo sie das, Grab des Dahingeschiedenen mit der ganzen Hingabe einer über den Tod hinaus dauernden Liebe pflegt. Darüber ist es Sommer geworden, und Einehen hat sich, wie viele Frauen in dieser Zeit, angewöhnt, ohne Strümpfe zu gehen. So kommt es, daß sie, während sie die Blumen auf dem Hügel ihres Dahingeschiedenen begießt, von hohen Gräsern und Stauden an den Waden und selbst in den Kniekehlen gekitzelt wird. Da meinte Finchen, deren Gedanken ganz bei dem teuren Verstorbenen weilen, ärgerlich: „Hinnerk, du büst duok ümmer nuok derselbe, nix wie Dummheiten beste im Kopp.“