Das eiserne Alphabet

Der Praktikant eines Dortmunder Hüttenwerks, der nach der ersten Arbeitswoche einen Bericht über das von ihm Gelernte niederschreiben muß, wendet sich, nachdem er eine Zeitlang ergebnislos an seinem Bleistift herumgekaut hat, an den leitenden Ingenieur und fragt, ob dieser ihm nicht das alphabetische Eisenverzeichnis leihen könne.

„Was möchten Sie“, fragt der erstaunt zurück.

„Nun“, erklärt der Praktikant, „nachdem ich gesehen habe, wie U- und T-Eisen hergestellt werden, möchte ich natürlich die anderen Eisensorten ebenfalls kennenlernen.“

Sangeskunst

Dortmunds Ruf als Musikstadt ist wohlbegründet. Wenigstens hat die Stadt schon früh ein vortreffliches Orchester gehabt, und was die Dortmunder Sänger angeht, so hat es an ihnen nie gefehlt. Allerdings wird in den Vereinen nicht nur gesungen. So konnte es denn geschehen, daß eines Tages auf einem Sängerfest auch ein Dortmunder Verein erschien, der, was den Gesang betraf, bisher noch nicht allzuviel für seinen Namen getan hatte. So war es kein Wunder, daß der Leiter des Wettsingens die Erschienenen ernsthaft fragte, was sie wollten, sie könnten ja doch nicht singen!

„Aber supen!“ war die grundehrliche Antwort.