Nach einer Berliner Meldung sind die „Sächsische Zeitung“ und die „Volksstimme“ vom Zentralkomitee der SED gerüffelt worden, weil sie „mit der schnellen Entwicklung der Probleme unseres Kampfes um Einheit, Frieden und Planerfüllung nicht mehr Schritt halten“. Die Redaktionen müssen künftig in gemeinsamen täglichen Sitzungen mit dem Landes- oder Kreissekretariat der Partei „die erarbeitete Argumentation zur Diskussion stellen“.

Soweit geht die Meldung eigentlich nur die Betroffenen an. Die Sache hat aber noch eine andere Nuance: „Die Zeit“ brachte am 7. Februar eine Glosse „Orgien“, in der die sächsische SED-Presse zitiert und ihre Unfähigkeit, sich in der deutschen Sprache auszudrücken, festgestellt wurde. Nunmehr hat besagtes Zentralkomitee angeordnet, daß die Mitarbeiter der genannten beiden Zeitungen wöchentlich einmal Nachhilfestunden in Deutsch erhalten...

Wir freuen uns dieses ersten Erfolges! C. W.