Carlo Schmid contra Harlan

In einer persönlichen Erklärung vor dem Bundestag protestierte der SPD-Abgeordnete Carlo Schmid. am Freitag gegen die Aufführung des Veit-Harlan-Films „Immensee“ in Bonn.

„Es ist eine Schande, daß ein Machwerk dieser Art von dem Regisseur des „Jud Süß“ wieder in einem deutschen Kino gezeigt, wird. Man tut dem Recht keinen Sinn, wenn man sagt, es gibt kein Gesetz dagegen. Leider kann der Bundestag die Aufführung auch nicht verhindern, aber wir wollen dagegen protestieren, daß ausgerechnet am Sitz des deutschen Parlaments Filme eines Mannes aufgeführt werden, der zum mindesten indirekt dazu beigetragen hat, die Vergasungen von Auschwitz zu ermöglichen.“ Diese Erklärung wurde mit langanhaltendem Beifall aufgenommen.

Spesenbesteuerung auch in USA

In Washington warnte der Chef des Bundessteuerbüros die Steuerpflichtigen Vor übermäßigen Abzügen für Spesen, Reisen und Bewirtungen in den Einkommensteuererklärungen. Diese Ausgabenposten würden in Zukunft besonders überprüft werden, da Mißbräuche eine Gefährdung der amerikanischen Steuermoral befürchten ließen und das Steueraufkommen verminderten.