Nach der allgemeinen Kursrückbildung an den Aktienmärkten in der dritten und vierten Februarwoche setzte sich gegen Ende des Monats wieder eine freundliche Tendenz durch. Ausgelöst durch Deckungen bereits getätigter Leerverkäufe und auch durch geringe Meinungskäufe erholten sich vor allem die Montanwerte um einige Prozente. Diese Kursbefestigungen verstärkten sich im Laufe der Woche bei zunehmend größeren Umsätzen auf dem Montan- und Bankengebiet. Immerhin machten die Kurssteigerungen in der letzten Februarwoche bis zu 15 Punkten aus. Aktien der Gutehoffnungshütte erreichten einen Kurs von 209 gegen 194, Vereinigte Stahlwerke 212 gegen 198, Mannesmannröhren-Werke 160 gegen 154, Hoesch AG. 201 gegen 187. Auch die Großbankaktien hatten mehrprozentige Kurssteigerungen: Deutsche Bank-Aktien 74 gegen 68, Dresdner Bank 73 gegen 70 und Commerzbank 65 1/2 gegen 63. Die Kursbewegungen der anderen Papiere waren geringer. Hervorzuheben sind die Aktien der Conti-Gummi, die von 138 auf 153 stiegen; auch die Aktien der Deutsche Erdöl AG. konnten 7 Punkte auf 132 aufholen, ebenfalls Siemens-Aktien von 84 auf 91.

Die letzte Woche stand dann im Zeichen der Baisse. Für Geldbeschaffung zu den am 10. dieses Monats fälligen Steuerterminen kam erneut Ware heraus, die in Verbindung mit neuerlichen Baisse-Engagements die Kurie für Montan- und Bankenwerte nach unten drückten. In der Weise, wie die Börse bei nur geringen Käufen oder Verläufen sogleich mit mehrprozentigen Kurs Veränderungen reagiert, zeichnet sich der geringe Geschäftsumfang ab. So ist die Zurückhaltung augenblicklich das Hauptkennzeichen unserer Börsen. Man ist weder geneigt, neue Engagements einzugehen, noch sieht man Veranlassung, selbst nach den starken Kurssteigerungen der vergangenen Monate größere Verkäufe vorzunehmen. Es war zu erwarten, laß die Baisse-Spekulation versucht, bei dieser Situation immer wieder zum Zuge zu kommen, jedoch führten die auf die Kursabschläge jeweils notwendig einsetzenden Deckungen der vorausgegebenen Ware wieder zu mehrprozentigen Kurserholungen, die am 7. März bis zu 5 Punkte gingen. Im ganzen gesehen gingen die Kursbesserungen in der letzten Februarwoche wieder in der ersten Märzwoche verloren. Erstaunlich war