Bei der dritten deutschen Spielwarenfachmesse in Nürnberg war das Geschäft normal bis gut, in vielen Fällen sogar sehr gut. Aber mehr als bisher war doch der Preis entscheidend, so daß einige Zweige, der Branche freudige Überraschungen erlebten, wie etwa die Holzspielwaren oder die Gesellschaftsspiele, die besser abschnitten als im Vorjahr. Rohstoffschwierigkeiten glauben nur die Blechspielwarenfabrikanten befürchten zu müssen. Diese Klage nahm Minister Erhard jedoch nicht tragisch, sondern formulierte ironisch: „Von Krise zu Krise hat sich die deutsche Industrie ganz gut fortentwickelt. Trotz hysterischen Knappheitsgeschreis ging der Produktionsindex ständig nach oben.“

600 Aussteller warteten in Nürnberg mit allem auf, was sich aus Blech, Holz, Glas, Papier, Kunststoff und Gummi für Kinder herstellen läßt. 226 Neuheiten waren darunter. Ein „Fernsehapparat“ für die Puppenstube und ein Raketenflugzeug mit Treibsatz, der das Modell 100 Meter