Daimler-Benz entwickelte Sportwagen. De Daimler-Benz AG. hat aus ihrem 1951 zur Automobilausstellung herausgebrachten Sechszylindermodell „300“ jetzt einen Sportwagen „300 SL“ entwickelt. Das „superleichte“ Modell weist gegenüber dem „300“ mit 4,22 Meter Länge und 179 Meter Breite kleinere Dimensionen auf; auch der Radstand ist von 3,05 auf 2,40 Meter verringert worden. Der Motor wurde vom Typ „300“ im westenlichen übernommen. Besonderes Gewicht ist auf das Fahrgestell und die Radaufhängung gelegt worden. Für das am 3. bis 4. Mai 1952 stattfindende italienische Straßenrennen „Mille Miglia“ sind inzwischen drei „300 SL“ mit Caracciola, Lang und Kling am Steuer gemeldet worden.

Bei der Daimler-Benz AG. belief sich die Februar-Produktion auf 2810 PKW, 1035 LKW, 117 Omnibusse und 327 Unimog.

Das Magiruswerk Ulm produzierte im letzten Monat 396 LKW vom Typ S 3500 (3,5 t) und 43 LKW vom Typ S 6500 (6,5 t) sowie 11 Omnibusse.

In den Lloyd-Motorenwerken lief am 11. März der 10 000. Lloyd-Pkw. vom Band. Die Produktion dieses Kleinwagens war im Mai 1950 aufgenommen worden. Mai plant eine Erhöhung der Produktion auf monatlich 2000 bis 2500 Wagen nach Besserung der Materialversorgung. Rund ein Drittel der Pkw.-Produktion wird vor allem nach Skandinavien exportiert.

Die Adam Opel AG. produzierte im Februar 6315 Kraftfahrzeuge. Darunter befanden sich 2989 „Olympia“ und 1971 Fahrzeuge des Typs „Kapitän“. Exportiert wurden 3028 Kfz.

Die Telefunken GmbH, konnte 1951 ihren Auslandsumsatz gegenüber 1950 verdreifachen. Das Untenehmen verfügt wieder über 75 Vertretungen in Westeuropa, Mittel- und Südamerika, in Asien und Afrika. In Südamerika bestehen bereits Montagewerke bzw. sind sie im Ausbau.

Von den Graetz-Werken, Altena (West.) wurden im vergangenen Jahr ihre Erzeugnisse – Rundfunkgeräte und Petroleumlaternen – in 100 Staaten exportiert.

Ein neues chemisches Institut wird gemensam von der Universität Tübingen und dem Land Württemberg-Hohenzollern in Tübingen errichtet. In ihm soll ein Institut für chemische Technologie, hochmolekulare Chenie und Faserkundeder mathematisch-naturwissenschaftlchen Fakultät untergebracht werden. Die Universität hat für dieses Gebiet einen neuen Lehrstuhl eingerichtet, an dem Prof. Dr. Eugen Müller berufen wurde. Die Einrichtung des Instituts wird seitens der Phrix-Werke AG. wesentlich unterstützt.