Die Heiz- und Kochgeräteindustrie (HKI) Hat im vergangenen Jahr 2,8 Mill. Geräte abgesetzt, womit eine Absatzsteigerung gegenüber 1950 von rund 10 v. H. erreicht wurde. Wie der Vorsitzende des Fachverbandes, Dir. Dr. Jung, anläßlich der Kölner Haushalt- und Eisenwarenmesse mitteilte, wurde 1951 der Umfang der Produktion weniger von der Nachfrage als vielmehr von der Rohstoffversorgung her bestimmt. Rohstoffschwierigkeiten ergaben sich vor allem bei Feinblechen, Roheisen und Gußbruch. Der Nickelmangel hat sogar zu dem (vom Standpunkte des guten Geschmacks nicht weiter zu bedauernden

Verbot der Fabrikation von Herden mit breiten Nickelbeschlägen geführt. Infolge der Preissteigerungen bei ihren Rohstoffen steht die Heiz- und Kochgeräteindustrie zur Zeit unter starkem Kostendruck. Trotzdem könnte das Preisniveau bisher bei starkem Wettbewerb konstant gehalten werden.

Was die künftige Entwicklung des Absatzes angeht, so schließt sich die HKI offenbar den optimistischen Erwartungen Erhards an, obwohl eine bemerkenswerte Nachfragebelebung erst nach einer zunehmenden Bautätigkeit eintreten dürfte. Die Rohstoffversorgung für 1952 hängt – wie überhaupt in der eisenverarbeitenden Industrie – auch davon ab, in welchem Maße eine Beruhigung der weltpolitischen Lage die internationalen privaten „Reservelager“ aufzulösen vermag. Zur Eisenpreisfrage meinte Dr. Jung, auf die Dauer sei die freie Preisgestellung billiger als eine Fortsetzung der Preisbindung. Im übrigen befürwortet die HKI Konditionenabreden, wie sie in anderen europäischen Ländern üblich sind. Dü.