DIE ZEIT

Heckenschützen gegen Bonn

Das Auswärtige Amt in Bonn wird wieder einmal stark angegriffen. Begonnen wurde die Kampagne durch die „Frankfurter Rundschau“, die von amerikanischer Seite mit 1,6 Millionen Pressegeldern dotiert ist.

Kreml will einkaufen

Von der „Welthandelskonferenz“, die in der ersten Aprilwoche zu Moskau stattfinden soll, erwartet der Kreml, daß sie eine Gelegenheit sei, den westlichen Geschäftsmann für das östliche Geschäft zu gewinnen.

Das gefährdete Ansehen des Staates

Das Pressegesetz, das das Bundesinnenministerium als Referentenentwurf veröffentlicht hat, ist der kommunistischen und der SRP-Presse auf den Leib geschrieben.

Die Polizei schult demokratisch

Verkehrsfeinde könnte man sich zur Not noch vorstellen – es wären friedliche Idylliker, die großstädtisches Gewühl aus ganzer Seele hassen –, aber Verkehrsfreunde kann man sich nicht vorstellen, und gerade diese existieren.

Das magische Band der Krone

Der Marquis von Salisbury wird als neuer Commonwealth-Minister die Aufgabe haben, über einen einheitlichen Titel für Königin Elizabeth innerhalb des Weltreiches Verhandlungen zu führen.

Roter Kitsch um Tito

Unter den glücklichen Gewinnern des Stalin-Preises für Literatur befindet sich in diesem Jahre der Schriftsteller Orest Malcew, dessen Roman „Die jugoslawische Tragödie“ ausgezeichnet worden ist.

Keine Widerstandskämpfer im AA?

Der Bayerische Rundfunk hat in seiner Kampagne gegen jene Mitglieder des heutigen Auswärtigen Amtes, die auch zu Hitlers Zeiten in diplomatischen Ämtern waren, sich unter anderem kritisch mit der „Behauptung“ beschäftigt, es habe in damaligen Auswärtigen Amt eine geheime Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime gegeben.

Gilbert Grandval

Gilbert Grandval, welch wohlklingender Name! Ein sehr französischer Name außerdem. Es fehlt nur das Partikelchen „de“, um den Mann, der sich dieses Pseudonym angeeignet hat, in die Tradition der großen adeligen Familien Frankreichs aufzunehmen.

ZEITSPIEGEL

Das holländische Parlament hat ein verfassungänderndes Gesetz angenommen, nach dem Verträge, die eine internationale gesetzliche Ordnung fördern, selbst dann zulässig sind, wenn sie einem grundlegenden holländischen Gesetz widersprechen.

Selbsttäuscher

Aus der Sowjetzone kommt die Nachricht, daß alle dortigen Parteien und Massenorganisationen von der Politischen Abteilung der sowjetischen Kontrollkommission den Auftrag erhalten haben, die währe Volksmeinung über die bisherige Deutschland-Politik des Kremls zu ergründen.

Die Politik eines großen Papstes

Am 28. März 1948, in der ersten Woche der politischen Wahlen, die de Gasperi das Mandat gaben, Italien gegen den Bolschewismus zu verteidigen, habe ich auf dem Petersplatz, vom Mittelbalkon der Basilika herab, Pius XII.

König und Gelehrter

Unter den vielen Beweisen der Verehrung; die dem schwedischen König Gustav Adolf VI. während seines Staatsbesuches in Dänemark – des ersten nach seinem Regierungsantritt – am 27.

Filme zum Erschrecken

Wir wollten die Kinobesucher einfach unterhalten und ein wenig erschrecken“, sagt Graham Greene über seine Zusammenarbeit mit Carol Reed an dem so erfolgreichen Film „Der dritte Mann“ in einem Vorwort zu der nun auch als Buch herausgebrachten Geschichte von Harry Limes untergründiger Existenz.

Neue sibirische Eisenbahn

In aller Stille haben die Sowjets zur Entlastung der Transsibirischen Eisenbahn eine „Südsibirische“ gebaut, die nach Meldungen aus Moskau jetzt bis auf den von Stalinsk im Tal des Tom nach Sinjawino führenden Teil fertiggestellt worden ist.

Zuviel Furcht vor dem Chaos

Ernst Bar lach kann, als er am „Grafen von Ratzeburg“ schrieb, den „Seidenen Schuh“ Claudels nicht gekannt haben. Die beiden riesigen Dramen – gleichermaßen aus der Tiefe greifend, dunkel bekenntnishaft und die Grenzen der normalen Bühnenpraxis sprengend – sind unabhängig voneinander entstanden: das von katholischer Weltfreude durchstrahlte des Franzosen und das von irreligiösem Protestantismus vorangetriebene des Norddeutschen.

Ewiger Indochina-Krieg

Der sauige, der verfluchte Krieg – la sale guerre – ist heute in Frankreich eine allgemeine Bezeichnung für den Kampf in Indochina geworden.

Man soll die Flaute nicht dramatisieren

Die Flaute ist da, und so stellt sich nun die Frage, wie sie entstanden sei – dringlicher noch: die Frage, wie lange sie dauern, ob sie sich zu einer echten Depression ausweiten werde.

O Täler weit...

an fühlte sich lebhaft an Eichendorff („O Täler weit...“) erinnert, als in Frankfurt neulich die Arbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels im Lande Hessen (auf Einladung der Pressestelle Hessischer Kammern und Verbände) über Situation und Konjunktur berichtete.

Große Steuerreform oder Vereinfachung?

Unter der Hand sind sich die beteiligten und interessierten Kreise sehr schnell darüber einig geworden, daß die zu Jahresbeginn zunächst mit einem gewissen Elan angepackte Steuerreform wieder von der Agenda für 1952 abgesetzt werden muß.

Alltagsarbeit rationeller gestaltet

Wenn es tatsächlich so ist, daß, wie man hoffen möchte, der „stete Tropfen“ sachlich-fachlicher Aufklärung den „Stein“ der geistigen Trägheit, Gleichgültigkeit und Betriebsblindheit auszuhöhlen vermag, so kann man das Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW) in seiner mühsamen Kleinarbeit nur ermutigen.

Trauer bei Henkel

Die Düsseldorfer Henkel & Cie. GmbH, wurde durch das Hinscheiden ihres-Direktors und Geschäftsführers Karl-Anton Fuchs von einem schweren Verlust betroffen.

Verkehr

Als Flaggschiff der Kohlen-Import und Poseidon Schiffahrt AG., Hamburg 30, unternahm das MS „Poseidon“, erbaut bei der Lübecker Flenderwerke AG.

Gerade jetzt: Exportförderung

Die Lage auf den Weltmärkten ist bereits seit Monaten durch erschwerten Absatz und erleichterte Bezugsmöglichkeiten gekennzeichnet.

Nicht nur remontieren

Vor Jahresfrist schrieben wir an dieser Stelle, es wäre eine gesamtdeutsche Aufgabe, die Demontagefolgen so schnell wie möglich zu beseitigen, um aus den Engpässen der Grundstoff und gewisser Spezialindustrien herauszukommen, hunderttausend Dauerarbeitsplätze neu zu schaffen und die Zahlungsbilanz des Außenhandels auch von dieser Seite aus zu verbessern.

Devisenbonus "Modell 1952"

Um den Gewinn der Exporteure aus switchOperationen zumindest zu legalisieren, damit die Dollars in Deutschland anfallen, überlegt die Notenbank, wie sie- einen Dollar Bonus (auch wenq sie ihn nicht so nennt) gestalten kann.

Aus der Produktion

Die Bayrischen Motorenwerke, München, haben mit der Erzeugung der neuen 600-ccm-Sport-R-68 begonnen. Mit ihren 35 PS und der Geschwindigkeit von 160 km/h dürfte diese Maschine das schnellste deutsche Serien-Motorrad sein.

Schweden: Konjunkturumschlag

Fast täglich erfährt man von neuen Zeichen einer nahenden wirtschaftlichen Depression. Kleinere Textilfabriken geben bekannt, daß sie ihre Produktion aus Mangel an Aufträgen stilllegen müssen, bis „die Zeiten sich wieder gebessert haben“.

Dänemark „leicht verschnupft“

Der Schwerpunkt der weiteren Entwicklung liegt in Dänemark bei den Freien. Von ihnen hängt die Produktion ab. Sie kann sich nur bessern, wenn die Preise eine Absatzsteigerung im internationalen Warenaustausch ermöglichen.

Schweiz will Export bremsen

Die westliche Rüstungskonjunktur hat die schweizerische Wirtschaft in eine Lage gebracht, die in Europa keine Parallele finden dürfte: Der sprunghaft angewachsene Export ist für sie zu einer ernsten Sorge geworden, er trägt den Keim böser Komplikationen in sich.

„Einmalig“

In einem Punkt hat der Bundesverkehrsminister bei seiner „Einführungsansprache“ vor dem neugebildeten Verwaltungsrat der Bundesbahn ohne Zweifel dem Wunsche der breiten Öffentlichkeit entsprochen: nämlich, als er allen, die beim Wiederaufbau dieses wichtigsten deutschen Verkehrsträgers bisher beteiligt waren, nun, da eine neue Grundlage geschaffen sei, den Dank aussprach.

Kompetenzen

Da wird seit einem halben Jahr über einen Transitfonds beraten, um dem traditionellen Transitgeschäft der deutschen Seehäfenhändler wieder einmal Auftrieb zu geben.

Der Markt wird es schaffen

Als ein schönes Beispiel dafür, daß bei mutigem. Anpacken die Probleme der Kapitalversorgung durchaus nicht unlösbar erscheinen – nach dem Übergang zum marktgerechten Zins natürlich – zitieren wir im folgenden auszugsweise (Kürzungen des Textes sind dabei, nicht besonders kenntlich gemacht) die von Hardy & Co.

So sieht man’s in der Gutleutstraße

Nichts Besseres gibt es für den Menschen, als daß er esse und trinke und fröhlich sei, und seine Seele guter Dinge sei bei seiner Arbeit, die kurze Zeit seines Lebens unter der Sonne, die ihm Gott gibt: denn das ist sein Teil.

Mainlinie bei Möbeln

Die Kölner Möbelmesse – durchaus ein wirtschaftliches und kulturelles Ereignis – führte nach zweijähriger Pause rund 400 Aussteller mit vielen Einkäufern des westdeutschen und westeuropäischen Handels zusammen.

In Baumwolle verspekuliert

Von der letztjährigen Baumwollernte liegen noch große Mengen (wahrscheinlich gut die Hälfte der Ernte ausmachend) unverkauft im Lande.

Liebe Kollegin ...!

Unsere Kollegin Ilse Elsner war offenbar gründlich pessimistisch gestimmt, als sie neulich unter der Überschrift „Die Klippe der Gleichberechtigung“ („Die Welt“ vom 18.

Berlin braucht Aufträge

Ein Generalreferat über die Westberliner Wirtschaft ist der Jahresbericht der Industrie- und Handelskammer zu Berlin e. V. für ihr erstes volles Tätigkeitsjahr 1951.

Blick auf die Börsen

Die letzten zwei Wochen über blieb die Tendenz an denBörsen weiterhin schwach und das Geschäft klein. Verkaufsorders konnten nur mit Mühe ausgeführt werden.

Psychosomatik – die neue Richtung

Den kranken Menschen als körperliche und seelische Ganzheit zu erfassen, ist ein uraltes Gebot ärztlicher Kunst. Es war verlorengegangen in der Zei- einer allzu großen Spezialisierung der medizinischen Wissenschaft.

SPORT DER ZEIT: Hellblau versus Dunkelblau

An diesem Wochenende werden die Einwohner Londons sich wieder mit hellblauen oder dunkelblauen Krawatten, Bändern und Blumen schmücken; gegen Mittag werden sie an die Ufer der Themse wandern, um dem Ruderrennen zwischen den Auswahl-Mannschaften der Universitäten von Cambridge und Oxford beizuwohnen.

Vorschläge an einen jungen Staat

Das Gutachten Dr. Hjalmar Schachts für die indonesische Regierung schließt mit grundsätzlichen – Untersuchungen über die Währungspolitik.

Wie kann Musik konsequent sein?

Das bedeutende Unternehmen einer umfassenden Darstellung des großen Stilwandels, der sich – schon vorher angebahnt und heute noch nicht abgeschlossen – in dem durch den Titel bezeichneten Zeitraum auf allen Gebieten des geistigen Lebens durchzusetzen begonnen hat, ist bis zum zweiten Bande gediehen.

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