Vor dem Kriege nahm die deutsche Sektindustrie, zu der eine Reihe von Firmen mit Namen von internationalem Ruf gehört, einen durchaus beachtlichen Posten in der Exportstatistik ein. Damals führten die Sektkellereien je Jahr 1 bis 1,5 Mill. Flaschen Sekt aus. Der Krieg und auch die ersten Jahre der Nachkriegszeit beendeten dann diese erfolgversprechende Exportentwicklung, und nur mühsam konnten die Sektkellereien der Bundesrepublik wieder auf ihren alten Märkten Fuß fassen. Hauptabnehmer war in den Vorkriegsjahren immer Großbritannien, wo deutscher Schaumwein von jeher eine besondere Wertschätzung genießt. Auch heute steht Großbritannien an der Spitze der Abnehmerländer. Mit berechtigtem Stolz können die Sektkellereien für 1951 den Export von 136 000 Flaschen melden. Diese Zahl bedeutet eine Verdoppelung des Exportergebnisses von 1950; sie verdient, nicht zuletzt infolge des internationalen Strukturwandels, volle Anerkennung. Hinzu kommt, daß die Sektkellereien auch in Deutschland selbst noch immer unter der Erhebung des unglücklichen steuerlichen „Kriegszuschlages“ zu leiden haben... we.