Westdeutschlands Treibstoff verbrauch betrug 1951, nach Mitteilungen des Mineralölwirtschafts Verbandes e. V., Hamburg, rund 3 Mill. t, gegenüber 2,6 Mill. t In 1950. Er ist damit hinter den Vorausschätzungen der Mineralölwirtschaft erheblich zurückgeblieben. In Westdeutschland wurden 1951 insgesamt 4,8 Mill. t Rohöl verarbeitet, davon 3,4 Mill. t aus Importen und 1,4 Mill. t aus deutscher Förderung.

Preisermäßigungen für Reifen um etwa 7 v. H. haben verschiedene Werke der westdeutschen Kautschukindustrie infolge der rückläufigen Tendenz für Naturkautschuk an den Weltmärkten eingeführt, so u. a. die ContinentalGummi-Werke AG., Hannover, die Veith-Gummiwerke AG., Sandbach bei Höchst und die Gummiwerke Fulda AG., Fulda.

Die Gründung der Ausfuhrkredit-Aktiengesellschaft, Frankfurt a. M., ist nunmehr erfolgt. Das Gründerkonsortium umfaßt die Nachfolgebanken der drei Großbanken, ihre Berliner Tochterbanken weitere führende Bankinstitute, Regionalbanken und Staatsbanken sowie namhafte Privatbankiers. Das Konsortium bringt das AK der Ausfuhrkredit-Aktiengesellschaft in Höhe von 20 Mill. DM auf (bei 50prozentiger Einzahlung) und stellt etwa 250 Mill. DM für die Exportfinanzierung zur Verfügung. Die Gründer sind: Wilhelm Haker,“ Berliner Handelsgesellschaft, Dr. Walter Hofmann, Frankfurter Bank, Erich Vierhof, Rhein-Main-Bank, und Dr. Ernst Wienands, Rheinisch-Westfälische Bank. Vorsitzender des AR wurde Oswald Rösler, Rheinisch-Westfälische Bank? stellvertr. Vorsitzender: Alfred Höfling, Rhein-Ruhr-Bank Dr. Hanns Deuß, Bankverein Westdeutschland; Dr. Hermann Jannsen, Frankfurter Bank. Den Vorstand bilden: Dr. Walter Kasten und Dr. Kurt Krüger.

Nach dem „Gesetz über einen Währungsausgleich für Sparguthaben Vertriebener“ muß der Entschädigungsantrag innerhalb der nächsten sechs Monate auf einem amtlichen Vordruck, der bei den Gemeindebehörden erhältlich sein wird, entweder bei einer Sparkasse, Bank, Raiffeisenkasse oder der Post eingereicht werden. Das Sparbuch oder eine andere amtliche Urkunde ist dem Antrag beizufügen.

Sperrmark-Konteninhaber können nach einer Mitteilung der Bank deutscher Länder Prämienschatzanweisungen der Bundesrepublik (Baby-Bonds) und Wandel Schuldverschreibungen erwerben.

Für das Arbeitsbeschaffungsprogramm hat der Bewilligungsausschuß beim Bundesarbeitsministerium den Ländern 56,8 Mill. DM bewilligt. Davon erhalten: Niedersachsen 12,6, Schleswig-Holstein 11,8, Bayern 9,6, Nordrhein-Westfalen 5,6, Hamburg 5,5, Württemberg-Baden 3,7, Bremen 2,3, Berlin 2, Hessen 1,8 und Rheinland-Pfalz 1,2 Mill. DM.

Der Jahresbericht der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels stellt fest, daß die rund 300 000 Einzelhandelsbetriebe Westdeutschlands 1951 einen Umsatz von 38,8 Mrd. DM zu verzeichnen hatten. Die Zunahme gegenüber 1950 beträgt im Wert 10 v. H.