Die Nordmark-Werke GmbH., Hamburg, Werk Uetersen (Holstein), (gegründet von dem 1945 verstorbenen Generalkonsul Alfred Voss und Apotheker Julius Wolf) begeht am 15. April den 25. Jahrestag ihres Bestehens. Am gleichen Tage hat Julius Wolf das silberne Berufsjubiläum. In seinen Händen liegt seit 1927 die Geschäftsführung. Seiner Initiative und seinen Anregungen verdankt das Werk den Aufstieg zu seiner Bedenung als größtes chemisch-pharmazeutisches Unternehmen Schleswig-Holsteins. Im Gründungsjahr 1927 hatte man sich die Herstellung von Vitamin D zur Aufgabe gemacht. Als erste Firma in Europa stellten die Nordmark-Werke dann den bei perniciöser Anämie lebensrettenden Leberextrakt her, der unter dem Namen. „Hepatrat“ bekannt wurde. Sie begründeten hiermit ihren internationalen Ruf als Herstellern hochwertiger Organ-Extrakte und Hormon-Präparate. In der Folgezeit kam die Synthese der Sulfonamide hinzu. Sie führte 1936 zur Herstellung des Sulfapyridins (Eubasinum), das beachtliche Bedeutung gewann. Für wissenschaftliche Versuche konnte 1941 das heute unter dem Namen „Aristamid“ bekannt gewordene Spitzensulfonamid herausgebracht werden. Wenn die deutsche pharmazeutische Industrie einen wesentlichen Anteil auf dem Gebiet der Sulfonamide im Welthandel hat, so haben die Nordmark-Werke hierbei entscheidende Verdienste. Die Ausbombung des Hamburger Werkes im Jahre 1943 zwang zur Fabrikationsverlegung nach Uetersen. In den letzten Jahren konnten auf dem Weltmarkt alte Absatzgebiete wiedergewonnen und neue erschlossen werden. Die Leitung des Unternehmens wurde Ende 1947 durch den Eintritt von Dr. Theodor Thimann als Geschäftsführer erweitert. Das Werk beschäftigt rund 500 Arbeiter und Angestellte. Auf dem ehemaligen Hamburger Fabrikgelände sind die Export-Abteilung und sonstige Betriebsstätten neu erstellt werden.

Deutsche Werft, Hamburg sieht 4 v. H. vor. Im Geschäftsjahr 1951 entstand ein Reingewinn von 807 737,50 DM, der sich durch den Verlustvortrag aus dem Vorjahr von rund 211 000 D-Mark auf 596 340 DM ermäßigte. Es wurde beschlossen, auf das 12 Mill. DM betragende AK. eine Dividende von 4 v. H. vorzuschlagen. Der Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die HV. findet am 16. Mai statt. Die Deutsche Werft ist bis Ende 1955 mit Aufträgen zum Bau von Schiffsraum in einem Umfang von mehr als 700 000 t Tragfähigkeit voll beschäftigt.

Kali-Chemie AG. Hannover. Wie das Unternehmen bekanntgibt, stiegen die Umsätze seit der Währungsreform gegenüber dem Geschäftsjahr 1948 49 im Geschäftsjahr 1950 um etwa 40 v. H. 1951 traten weitere Umsatzsteigerungen ein. Die Kriegsschäden an den Anlagen des Unternehmens sind behoben. Die Erzeugungskapazität konnte gesteigert werden, und der Aufbau neuer Produktionsvorhaben wurde eingeleitet oder bereits durchgeführt.

Die Nähmaschinenfabrik Karlsruhe AG., vormals Haid & Neu, Karlsruhe, schloß das Geschäftsjahr 1950/51 mit einem Jahresgewinn von 0,16 Mill. DM ab, der sich um den Gewinnvortrag auf 0,24 Mill. DM erhöht. Der Rohertrag, belief sich auf 11,23 Mill. DM. Es wurde eine Dividende von 6 v. H. auf das 2 Mill. DM betragende AK. verteilt. Für den aus dem AR. ausgeschiedenen Bankdirektor Rolf von Gierke wurde Hans Gattenhoff, Karlsruhe, gewählt.

Von der Hamburg-Harburger Gummiwarenfabrik Phoenix AG. wurden die Reifenpreise für alle Größen um 7 v. H. gesenkt. Gleichzeitig beabsichtigt die Phoenix eine Überprüfung ihrer Händler-Konditionen.

Der Export der Deutschen Philips-Unternehmungen übertraf im Januar und Februar die Vergleichszahlen der Vorjahresmonate erheblich. 1951 wurden. Waren für mehr als 15 Mill. DM ausgeführt; beteiligt waren daran die Deutsche Philips GmbH. die C. H. F. Müller AG., die Elektro Spezial GmbH, und die Philips Ton Gesellschaft mbH. Hauptabnehmer der Röntgenartikel, Glühlampen, Radioröhren und Radioapparate u a. waren Argentinien, Belgien, Bralisien, Kolumbien, Griechenland, Holland, Jugoslawien, Österreich, Schweden und die Schweiz.

Im Auftrage der Lokomotiv-Fabrik Henschel & Sohn in Kassel transportierte die Bundesbahn kürzlich sechs Lokomotiven für Rhodesien und sechs Maschinen für Mozambique nach Bremen und Hamburg, da die unterschiedliche Spurweite einen Schienentransport unmöglich machte.