DIE ZEIT

Logisch denken

Der Zentrumsabgeordnete Dr. Reismann erklärte im Bundestag, im Hinblick auf das Auswärtige Amt: „Dieser Sumpf muß mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden.

Verbotene Trauer

Gegen den deutschen Kompanie-Chef einer in Werl stationierten Arbeitseinheit der Besatzungstruppen ist auf Anweisung britischer Dienststellen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, weil vier Männer seiner Einheit in Uniform am Sarge des im Gefängnis in Werl verstorbenen deutschen Generals Mälzer einen Kranz niedergelegt haben.

Garantien gegen Gleichberechtigung

Seit dem sowjetischen Angebot, eine unabhängige deutsche Armee zuzulassen, ist das Verständnis der Alliierten für das deutsche Verlangen nach Gleichberechtigung innerhalb der europäischen Verteidigungsgemeinschaft gewachsen.

Guter Vorgesetzter

Vor kurzem wurde bekannt, zwei Beamte des Wirtschaftsministeriums in Bonn, Ministerialdirigent Risse und Regierungsdirektor Dr.

Wer mit anderen teilt, wird reicher

Über drei Millionen D-Mark haben die Norweger von 1946 bis jetzt für notleidende Deutsche gespendet. Norwegen hat 2 1/2 Millionen Einwohner; das heißt also, jeder Norweger hat etwa 1,50 D-Mark gegeben.

Der unentbehrliche Kekkonen

Der finnische Ministerpräsident Kekkonen hat sein Rücktrittsgesuch zurückgezogen. Er hat sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem eine Abordnung von 80 Persönlichkeiten seiner eigenen, der Agrarierpartei, ihn sechs Stunden lang bedrängt hatte, im Amte zu bleiben.

ZEITSPIEGEL

An der Elfenbein-Küste im Südwesten Afrikas ist eine neue Großstadt im Entstehen begriffen. Sie heißt Abidjan und ist heute das Ziel vieler internationaler Glückssucher.

Walter Hallstein

Die erste persönliche Begegnung zwischen dem Kanzler und seinem jetzigen Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Walter Hallstein, soll Professor Röpke herbeigeführt haben, der deutsche Nationalökonom, der jetzt einen Lehrstuhl an der Universität Genf hat.

Gott als Ballettmeister

In der Reihe seiner experimentellen Montag-Veranstaltungen brachte das Stadttheater Zürich das Ballett Adam Zero des englischen Komponisten Arthur Bliss heraus.

Ist das ein Leben?

Der Hunger der deutschen Bühne nach dem neuen deutschen Autor ist auch nach Ulrich Bechers „Samba“ (in Barlogs Schloßparktheater aufgeführt) noch nicht gestillt.

In Persien noch immer kein Ausweg

Seitdem Anfang März die Verhandlungen zwischen Teheran und der Weltbank über die Wiederaufnahme der Erdölförderung und -verarbeitung ergebnislos unterbrochen wurden, ist Persien „ölpolitisch“ zu einem Vakuum geworden.

Burma kämpft um seine Existenz

Von allen Ländern Asiens, die nach dem zweiten Weltkrieg die staatliche Unabhängigkeit erhielten, hat sich Burma innenpolitisch am wenigsten stabilisiert.

Notizen

Für den Bau der neuen Berliner Philharmonie in der Berliner Bundesallee wurde zu einem öffentlichen Wettbewerb aufgerufen. Die „Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmonie e.

Gerüchte aus Ägypten

Als die Alliierten nach dem ersten Weltkrieg beschlossen, Deutschlands Stellung zu schwächen und seine sämtlichen Kolonien einzuziehen, hatte sicher niemand damit gerechnet, daß eben dies eines Tages dazu führen werde, in ganz Nordafrika und im Vorderen Orient die Deutschen zu der einzigen vertrauenswürdigen Nation des Westens werden zu lassen.

Vierzig Ausreißer

Die Idee der allgemeinen Menschenliebe hatte mich damals schon mächtig ergriffen, und ich hatte verschiedene Pläne, wie ich in diesem Sinne handeln und wirken wollte; allein das Leben verlangte Kosaken und Peitschen.

Zweifelhafte Menschlichkeit

Etwas über zwei Stunden dauerte es: dann waren sie alle zu Menschen geworden; die beiden Fremdenlegionäre, der ehemalige SS-Mann, der Jude, ein Vater, eine Mutter, ein Zimmermann .

Ist die Bibel nur ein Buch für Christen?

Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts widerfuhr es dem Premierminister Gladstone, dem grand old man der spätviktorianischen Zeit, daß er bei einer großen Rede im Unterhaus ein Zitat aus der „Aeneis“, das er lateinisch einflocht, nur zwei Hexameter lang präsent hatte.

Verschiedenes Tempo

Die Hamburger Werft Blohm & Voss, Deutschlands größte Vorkriegswerft, hätte am 5. April ihr 75jähriges Bestehen feiern können, wenn sie nicht in den ersten Nachkriegsjahren von den Alliierten völlig demontiert worden wäre.

Agrar-Union?

Die vor einigen Tagen in Paris durchgeführten Vorverhandlungen über den Versuch, einen einheitlichen europäischen Markt für Agrarprodukte zu schaffen, lenken die Aufmerksamkeit erneut auf die Problematik dieser „Grünen Union“.

Deutschland hat viel aufzuholen

Die folgenden Ausführungen, die uns von Dr. Paul Beyer, dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Deutschen Industrie- und Handelstages, zugegangen sind, beanspruchen vor allem Beachtung durch das Ausland.

Mieterhöhung ist tragbar

Der Kampf gegen die Erhöhung der Altbaumieten ist bisher geführt worden, ohne daßdie Gegner der Mieterhöhung ihre Argumente sachlich fundiert hätten.

Gegen übertriebenen Strom-Föderalismus

Von Zeit zu Zeit müssen wir uns mit den Bestrebungen jener Kreise beschäftigen, die auf dem Gebiet der Großversorgung mit elektrischer Energie nicht vom Föderalismus lassen wollen.

Der Weg zur Rationalisierung

In den letzten Wochen hatte es zwar ein wenig nach Komplikationen ausgesehen, aber am 2. April ging die Geburt des Deutschen Produktivitätsrates (in Bonn) nun doch in einer Atmosphäre strikter Sachlichkeit glatt, gewissermaßen „ohne Zange“, vonstatten.

Disput über Lohnunterschiede

In Nr. 13 der „Zeit“ erschien unter der Überschrift „Liebe Kollegin...!“ eine kritische Stellungnahme zu einem Aufsatz, den Frau Ilse Elsner kurz vorher zum Thema „Frauenlöhne“ in der „Welt“ veröffentlicht hatte.

Die Sache mit der Klausel

Natürlich haben die Vertreter des marktwirtschaftlichen Prinzips recht, wenn sie sagen, daß der „freie Preis“ die ideale Lösung wäre.

Handelspartner Indien

Während der deutsche Warenaustausch mitIndien, diesem klassischen Exportland, bisher stets mit beträchtlichen Einfuhrüberschüssen abschloß – im besten Jahr (1935) waren es 10 v.

Rote Zahlen

Wenn die deutsche Mineralölwirtschaft einen Osterwunsch zu äußern hätte, so würde aus der Fülle der Anliegen sicher eines in den Vordergrund gestellt: Befreit uns endlich von der Unsicherheit der Zollverhältnisse, unter denen besonders die mit großem Geldaufwand wieder aufgebaute und erweiterte Verarbeitungsindustrie zu leiden hat, geht uns endlich die schon so lange versprochene Neuregelung des Abgabensystems auf der Grundlage des von der Industrie vorgelegten „Grünen Buches“.

Vom Zapfwirt zur Großtankstelle

Im gleichen Rhythmus mit den Auf- und Abstiegkurven der innerdeutschen Motorisierung entwickelten sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur die Treibstofferzeugung, sondern auch Treibstoffvertrieb und Treibstoffhandel.

Probleme des Importes

Die Entwicklung der Technik, der Industrie und des Automobilverkehrs hat das Mineralöl zu einem der wichtigsten Faktoren in der deutschen Wirtschaft werden lassen.

Die Förderung aus deutschem Boden

Die Gewinnung von Erdöl aus deutschem Boden ist in den letzten Jahren beachtlich gestiegen: Sie betrug 1,37 Mill. t in 1951 und lag damit um 790 000 t höher als in 1947, dem tiefsten Nachkriegsstand.

Englische Schmunzel-Partitur

Die Browns haben ein kleines Haus in einem Vorort Londons und einen Fernsehapparat. Auf ihrem Dach haben sie stolz die Antenne in Form eines H gehißt, das ihnen zusätzliches Ansehen verleiht.

Der Erdball stöhnt nicht nur er lacht auch

Je trüber und spannungsreicher eine Zeitepoche ist, desto stärker ist das Bedürfnis der Zeitgenossen nach Witz und Humor. Denn das Lachen baut Spannungen ab, wenn auch nur für den Augenblick; es zeigt einen Ausweg.

Jeder schimpft auf jeden...

In einem Vortrag, den der Direktor einer großen Kinderklinik kürzlich vor Abgeordneten eines Landtages der Bundesrepublik hielt, sagte der Professor, der in kleinstem Kreis sprach, abschließend, daß die Kinder mehr als von Tuberkulose und anderen gefährlichen Krankheiten von einer besonderen Gefahr bedroht seien: vom Auto nämlich.

SPORT DER ZJsIT: Die große Masche

Der Nordwestdeutsche Rundfunk hat Pech gehabt. „Die große Masche“ hieß sein Hörspiel um Fußball, Geld und Liebe; es hat nicht die Zustimmung der Sportleute gefunden, obwohl seine Tendenz von allen gebilligt werden müßte und sollte.

Ewige Sehnsucht

„... mein langjähriges Rheumaleiden ist. total behoben, und was mich und alle meine Bekannten außerordentlich überraschte, ich kann wieder ohne Brille lesen!“ Mit diesen Worten berichtet ein Patient über den Erfolg der „Brut-Trinkei-Kur, Methode Prof.

Was Jugendbüchern not tut

Ein wirklich gutes, ein klassisches Jugendbuch wird von allen Vierzehnjährigen überall jederzeit gelesen. Robinson, Lederstrumpf, Sigismund König, Old Shatterhand haben diesen Grad von Unsterblichkeit erreicht.

Drei Reiche und der Dom Gottes

372 Seiten dantische Terzinen! Wer ein solches Epos über viele Jahre hinaus zu schreiben sich unterfängt, muß wohl ein gehöriges Maß von Unbefangenheit, ja, von der Unverfrorenheit des durch seine Aufgabe Besessenen mitbringen.

Die Wechsler im Paradies

Unser Wort Kultur leitet sich her von der Sorge für die Pflanzen. Der Ackerbauer, der Förster, der Gärtner, das sind die eigentlichen Träger und Wahrer der Kultur, gerade darum, weil das Feld ihrer Tätigkeit die Natur ist.

Das Meer der Welt

Abraham Horodisch: Alfred Kubin als Bach-Illustrator. Mit 44 Textillustrationen und 100 Tafeln. (Verlag der Erasmus-Buchhandlung, Amsterdam; Auslieferung für Deutschland: Verlag Dr.

Aus den Unternehmungen

Die Nordmark-Werke GmbH., Hamburg, Werk Uetersen (Holstein), (gegründet von dem 1945 verstorbenen Generalkonsul Alfred Voss und Apotheker Julius Wolf) begeht am 15.

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