Die Hamburger Werft Blohm & Voss, Deutschlands größte Vorkriegswerft, hätte am 5. April ihr 75jähriges Bestehen feiern können, wenn sie nicht in den ersten Nachkriegsjahren von den Alliierten völlig demontiert worden wäre. Das Unternehmen besaß eine führende (und daher beneidete!) Stellung im Schnelldampferbau. Hier entstanden die weltbekannten Schiffe „Vaterland“, „Cap Arcona“ und auch die „Europa“. Auf einem Gelände von über 560 000 qm mit neun Helligen und acht Schwimmdocks waren in der Blütezeit von Blohm & Voss 14 000 Arbeiter tätig. Heute sind es kaum 300, denn noch immer schweigen die Alliierten gegenüber der deutschen Forderung, der zerstörten und demontierten Werft wenigstens den Bau von Schwimmdocks und die Durchführung von Schiffsreparaturen zu erlauben. In Hamburg steht man dieser alliierten Verzögerungsmethode fassungslos gegenüber, hat man doch erlebt, daß die Briten auch schnelle Entscheidungen treffen können. Das aber waren Maßnahmen, die sich mit der Demontage beschäftigten... ww.