Die Mannesmann-Aktiengesellschaft, Düsseldorf, wurde im Zuge der Neuordnung der eisenschaffenden Industrie und des Steinkohlenbergbaues als Holdinggesellschaft für fünf andere Unternehmen gegründet. Es handelt sich um Tochterunternehmen der in Liquidation befindlichen Mannesmann-Röhrenwerke. Die Mannesmann – Hüttenwerke AG., Duisburg-Huckingen, einschließlich der Stahl- und Walzwerke Huckingen, Gelsenkirchen und Finnentrop, die Deutsche Mannesmann-Röhrenwerke AG., Düsseldorf, einschließlich de Röhrenwerke in Rath, Remscheid und Witten, die Mannesmann-Bergwerke AG., Essen, einschließlich der Zeche „Königin Elisabeth“ und einer 50prozentigen Beteiligung an der Mannesmann-Kokerei AG., Gelsenkirchen, die Mannesmann-Rohstoffwerke GmbH., Düsseldorf, einschließlich den Rohstoffbetrieben der Fabrik feuerfester Produkte in Hoenningen und dem Kalkwerk Neanderthal sowie der Kronprinz AG., Solingen-Ohligs. Das AK 8. der neuen Gesellschaft beträgt vorläufig 80 Mill. DM. Am 8. April erfolgte ferner die Gründung der „Consolidation Bergbau AG.“, Gelsenkirchen, die ebenfalls aus dem früheren Mannesmann-Konzern hervorgegangen ist. Sie verfügt über die Steinkohlenzechen „Consolidation“ und „Unser Fritz“ sowie über eine 50prozentige Beteiligung an der Mannesmann-Kokerei AG. Ihr AK beläuft sich auf rd. 53 Mill. DM.

Die Hugo Stinnes GmbH., Mülheim (Rohr) besteht mit ihren Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften in Hamburg sowie an allen größeren Plätzen des Bundesgebietes und Westberlins am 13. April 50 Jahre. Das Unternehmen, mit eigenem Bergwerksbesitz ausgestattet, hat sich zu einem der führenden Betriebe des deutschen Kohlengroßhandels entwickelt und betreibt ein namhaftes Ein- und Ausfuhrgeschäft in Brennstoffen.

Die Firma Haider & de Voss, Hamburg 1, Alstertor 14-16, Lebensmittel-Zentrale für Import und Export, feierte am 10. April das siebzigjährige Bestehen. Das Unternehmen war bereits vor 1914 führend auf dem Gebiet des Exports von Nahrungsmitteln und Getränken für Übersee. Seine Gründer. Hermann J. Harder und Gustav C. de Voss, hatten sich um die Erschließung dieses geschäftlichen Neulandes für die deutsche Lebensmittelindustrie und den deutscher Ausfuhrhandel hochverdient gemacht. Seither hat das in Europa und Übersee bekannte Handelshaus sich in steigenden Umgang auch dem Import von Lebensmitteln (insbesondere Fischkonserven, getrockneten Früchten, Reis und Zucker) „gewandt. Alleiniger Inhaber ist jetzt Freiherr Alfred v. Harder, der älteste Sohn des Mitbegründers.

Die Textil- und Gummiwerke Vorwerk & Sohn, Wuppertal-Barmen, feierten am 10. April den 125. Geburtstag des Unternehmens. Das Produktionsprogramm des traditionsreichen Werkes umfaßt ein vielfältiges Sortiment vom Leukoplast bis zum Vollgummireifen. Die Belegschaft zählt 1100 Mann. Die Leitung liegt in Händen von Wilhelm und Max Vorwerk.

Die HV. der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg-AG., MAN, Augsburg, genehmigte aus 1,23 (I. V. 0.85) Mil. DM Gewinn in 1950/51 auf 40 Mill. AK. 3 v. H. Dividende. Außerdem wurde die Ausgabe von weiteren fünf Mill. DM Wandelschuldverschreibungen zu 6,5 v. H. zur Fortführung des Wiederaufbaus, der Betriebsrationalisierung um zur Finanzierung der Exportaufträge bewilligt. Gleichzeitig mit der Genehmigung der insgesamt 20 Mill. DM Wandelschuldverschreibungen wurde die bedingte Erhöhung des AK. um insgesamt 20 Mill. DM stimmrechtlose VA. beschlossen. In 1950/51 (30. Juni) erhöhte sich der Exportanteil an der Umsatzsteigerung von 21 auf 27 v. H. Von rund 480 (340) Mill. DM derzeitigem Auftragsbestand entfiel etwa die Hälfte auf den Export. Von den neuen technischen Errungenschaften verdient der im Werk Nürnberg erstmals hergestellte Lkw-Dieselmotor mit Abgas-Turbo-Gebläse Erwähnung.