Ehemalige deutsche Kriegsgefangene drehen einen Film „Dawai! Dawai!“, der ihr Schicksal in Rußland schildern soll. Das erste Geld dafür erhielten sie von den Heimkehrerverbänden und durch den Verkauf einer Wertmarke von 1 DM, die später als Eintrittsgeld angerechnet werden soll. Ohne die Bundesbürgschaft abzuwarten, drehten sie dann im Schnee dieses Winters in Süddeutschland ohne Schauspieler die ersten Szenen, die in der sibirischen Eiswüste spielen. Drehbuch: Peter Bamberger und Johannes Kai, Regie: Franz Czap.

Der erste europäische Gemeinschaftsfilm „Das Bankett der Schmuggler“ (Drehbuch Charles Spaak, Bruder des belgischen Politikers Henri Spaak) wurde in Aachen uraufgeführt. Er hat die Dreiländerecke, an der die Grenzen Hollands, Belgiens und Deutschland zusammenstoßen, zum Schauplatz.

Eine südkalifornische Universität hat den Regisseur Elia Kazan eingeladen, Vorlesungen über die von ihm angewandten Regiemethoden in dem Film „Endstation Sehnsucht“ vor dem Institut für Film und Theaterkunde zu halten. Der Film, für den Vivian Leigh kürzlich den „Oscar“ erhielt, wurde als erster ausländischer Spielfilm von der Filmbewertungsstelle der Länder in Wiesbaden mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet, während das Preisgericht, das in diesem Jahr zum erstenmal den „Filmpreis des Bundes“ verteilte, sich nicht entschließen konnte, einen deutschen Spielfilm auszuzeichnen.

Die französische Schauspielerin Anabella hat einen Nachtklub in Cannes eröffnet.

William Dieterle, der in Israel einen Film „Salome“ drehte, will im Herbst in Deutschland einen Richard-Wagner-Film beginnen.

Eine so wirkungsmächtige und so wenig erforschte Erscheinung wie der Film müsse endlich zum. Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gemacht werden, fordert Walter Hagemann, der Herausgeber der „Filmstudien“ (Verlag Lechte, Emsdetten/Westf.). Diese Beiträge des Filmseminars im Institut für Publizistik an der Universität Münster sind Versuche, eng umrissene Themen wie „Vom deutschen Nachkriegsfilm“, „Musik im Film“, „Film und Nationaldarsteller in USA“ zu analysieren.

„Das Versagen des Films“ und „Darf der Film das Böse darstellen?“ sind zwei Kapitel aus der „Wissenschaftlichen Darlegung“ über „Film, Kunst und Moral“ von Caspar Willeke, Verlag Hans Altenberg GmbH., Düsseldorf. (Katholische Filmhefte Nr. 3.)