Ahlmann-Carlshütte 125 Jahre. Am 19. April bildete die Ahlmann-Carlshütte KG., Rendsburg, auf ein 125jähriges Bestehen zurück. Gegründet als Eisengießerei, wurden von ihr mit rund 90 Arbeitern vor allem Eisentöpfe und landwirtschaftliche Geräte hergestellt. Heute beschäftigt das Unternehmen über 1900 Arbeitnehmer. Allein in den letzten 25 Jahren hat sich die Belegschaft um über 600 Beschäftigte vermehrt. Die von der Ahlmann-Carlshütte hergestellten Badewannen, Waschanlagen, Sanitätsguß-Artikel, Ofen, Herde, Waschkessel, Stahlradiatoren und u. a. Bauguß haben längst einen großen Abnehmerkreis in allen Teilen der Welt gefunden, Das Unternehmen exportiert wieder nach 44 Ländern der Erde. Besondere Anerkennung verdient das soziale Klima dieses Betriebes. Ein Drittel der Beschäftigten sind, Heimatvertriebene. Zur Ahlmann-Carlshütte KG gehören noch:-die Eisengießerei und das Emaillierwerk Ahlmann & Co. in Andernach, das führende schleswig-holsteinische Betonwerk Severin Ahlmann, Rendsburg die Keramik GmbH, in Uetersen, die „Ahlmann-Transport KG.“ und die Reederei „Translanta GmbH.“ in Rendsburg.

In der HV der Daimler Benz AG. wurde die Ausgabe einer 6 1/2prozentigen Wandelschuldverschreibungen-Anleihe im Gesamtnennbetrag von 24 Mill. DM mit einer Laufzeit von fünfzehn Jahren einstimmig beschlossen. Auf Grund einer freundschaftlichen Absprache der beiderseitigen AR wurde Dr. Fritz Könecke, bisher Vorstandsmitglied der Harburger Gummiwarenfabrik Phoenix AG., als stellvertretender Vorsitzer in den Vorstand der Daimler Benz AG. berufen. Der AR der Daimler Benz AG. hat weiter Wilhelm Langheck, Betriebsdirektor des Werkes Sindelfingen, und Arnold Wychodil, Leiter der Exportabteilung, unter Beibehaltung ihrer Aufgabengebiete, zu stellv. Vorstandsmitgliedern bestellt. Vorsitzer des Vorstandes ist Heinrich G. Wagner. Geboren In Saarbrücken, hat der heute 52jährige sein Leben ausschließlich in den Dienst der Automobilindustrie gestellt. 1922 wurde Heinrich G. Wagner als junger Maschineningenieur bereits Betriebsleiter bei der Adam Opel AG., um fünfzehn Jahre später beim gleichen Unternehmen Vorstandsmitglied zu werden und in den Kriegsjahren zum Vorsitzer des Vorstandes aufzusteigen. Ende 1948 trat er dann als stellv. Vorstandsmitglied zur Daimler Benz AG über. Die wiedererstandenen LKW-Werke in Mannheim und Gaggenau sind ein deutliches Zeichen seiner organisatorischen und technischen Begabung.

Die Harburger Gummiwaren-Fabrik Phoenix erhielt den Besuch des Vizepräsidenen der Firestone Tire & Rubber Company, Mr. James Edward Trainer. Der amerikanische Gast besichtigte die Harburger Fabrikationsanlagen und zeigte sich von dem hoben technischen Stand, den das Unternehmen auf einer Reihe von Produktionsgebieten erreicht hat, sehr beeindruckt. – Der Hauptversammlung, die am 14. Juni stattfinden soll, wird die Verteilung einer Dividende von 6 v. H. für 1951 vorgeschlagen werden. Ferner soll die HV. den Beschluß über die Erhöhung des Grundkapitals von 12 auf 16 Mill. DM fassen. Es handelt sich um eine Aktie über 4 Mill. DM, die an die Firestone Tire & Rubber Company gegen Einbringung einer Sacheinlage gehen soll. Der Firmenname soll in „Phoenix Gummiwerke AG.“ geändert werden.

Das von der Kunstseidefabrik Bobingen, Bobingen/Augsburg, hergestellte „Bobina Perlon“ ist in der Reihe der Chemiefasererzeugnisse längst zu einem Begriff geworden. Die Erkenntnis der bedeutenden Qualitätsverbesserung, die durch die Verwendung der Perlonfaser bei Textilien erreicht wird, setzt sich immer stärker durch. Zur Veredelung von Oberflächen wurde die viskose Kunstfaser „Bobina-Reyon-Flocke“ weiter entwickelt. Die neueste Technik ermöglicht die Herstellung von beflockten Kleiderbügeln, Karosserieteilen, Handschuh- und Geschenkkästen, beflocktem Spielzeug usw. Besondere Aufmerksamkeit erweckt das in Verbindung mit einem führenden westdeutschen Unternehmen entwickelte Abschleppseil „Helibob“ aus Perlonseide, das bei einem Durchmesser von kaum 7 mm eine erstaunliche Zugfestigkeit besitzt.

Der HV. der Aschaffenburger Zellstoffwerke AG., Aschaffenburg, wird eine Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 10 Mill. DM durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stammaktien vorgeschlagen.

Die Badische Anilin- & Soda-Fabrik Ludwigshafen a. Rhein nahm ihre neue „Nitrophoska“-Anlage in Betrieb. Damit kann sie an Stelle des bisherigen „Nitrophoska“ wieder höherprozentige Volldünger auf den Markt zu bringen. Nach dem Inzwischen verbesserten Vorkriegsverfahren stellt die BASF nunmehr zwei neue „Nitrophoska“-Sorten her, die zur besseren Unterscheidung verschieden gefärbt sind: „Nitrophoska rot“ und „Nitrophoska blau“. Beide Sorten enthalten den Stickstoff zu 45 v. H. in Salpeterform und zu 55 v. H. als Ammoniak. „Nitrophoska rot“ und „Nitrophoska blau“ sind mit ihrem Gesamtnährstoffgehalt von 48 bzw. 44 v. H. zur Zeit die nährstoffreichsten Volldünger.

Von der Deutsche Linoleum-Werke AG., Bietigheim (Württ.) wird ihrer zum 14. Mai einberufenen ao. HV. die Erhöhung des Grundkapitals um nom. 5 Mill. DM neuer Stammaktien und die Ausgabe von nom. 6 Mill. DM 6 1/2prozentige Wandelschuldverschreibungen vorgeschlagen werden. Die neuen Stammaktien sollen den alten Aktionären zu einem günstigen Kurs durch ein Bankenkonsortium im Verhältnis 3:1 angeboten werden. Bei den Wandelschuldverschreibungen soll sowohl den alten als auch den neuen Aktionären eine Bezugsmöglichkeit im Verhältnis 3:1 zum Kurs von 100 v. H. eingeräumt werden. Die Ausstattung der Wandelschuldverschreibungen, die eine Laufzeit von 20 Jahren haben werden, sieht einen Umtausch in Stammaktien, beginnend 1955, im Verhältnis 1:1 unter Zuzahlung von 30 v. H. auf den Nominalbetrag vor. Mit der Begebung der Wandelschuldverschreibungen wird der HV. eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu 6 Mill. DM vorgeschlagen. Die der Gesellschaft so zufließenden Mittel werden zur Modernisierung und Rationalisierung des technischen Betriebsablaufes gebraucht. – Der Geschäftsgang ist nach wie vor gut. Die Umsätze in 1951 haben sich gegenüber 1950 erhöht.