Die HV der Bayerische Motorenwerke AG., München, genehmigte die Abschlüsse für das verlängerte Geschäftsjahr vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1949 und für 1950. Der Gewinn in 1950 (71 160 DM) wird zur teilweisen Deckung des Verlustvortrages (bis auf 1,825 Mill. DM) verwendet. Das Werk konnte, wie Direktor Donath betonte, trotz stärkster Demontageverluste, die 1948 etwa 60 Mill. DM betragen, 1950 erstmals wieder eine ausgeglichene Bilanz mit einem kleinen Gewinn vorlegen. Die Produktion an Krafträdern erreichte 1951 rund 25 000 Maschinen, von denen 5934 exportiert wurden. Der BMW-Anteil am westdeutschen Krafträderexport betrug damit 32 v. H. Die Produktion für 1952 wird auf 28 000 Krafträder geschätzt, wovon 7650 exportiert werden sollen. Die Vorbereitung zur Automobilproduktion, die in mehreren Baustufen erfolgen wird, beanspruchte bisher 40 000 qm an Neubauten, darunter ein modernes Preßwerk. Die Serienfabrikation für Personenwagen soll im Herbst wieder aufgenommen und so allmählich die Kapazität des Werkes voll ausgeschöpft werden. Auch für 1951 rechnet man mit einer ausgeglichenen Bilanz mit kleinem Gewinn, jedoch sei keine Dividende zu erwarten. Statt des ausscheidenden Alfred Hußlein, München, wurde Max Schebert (Bayerische Bank für Handel und Industrie) in den AR gewählt.

Kochs Adlernähmaschinen-Werke AG., Bielefeld. Neben den bewährten Universal-Zickzack- und einfachen Geradstichnähmaschinen erscheint auf der Technischen Messe das neueste Modell der Elektro-Koffernähmaschine Adler-Apba, gekennzeichnet dadurch, daß eine allseitig abgerundete vernickelte Stopfhülse auf den freien Arm geschoben werden kann, die das Stopfen auch feinster Seiden- oder Nylonstrümpfe gestattet An Nähmaschinen-Ausstattungsmöbeln wird erstmalig die Adlertruhe Nr. 51 gezeigt.

Kohlewertstoff-AG. entflochten. Im Zuge der Reorganisation des Unternehmens sind drei neue Aktiengesellschaften mit dem Sitz in Bochum gegründet worden. Es übernahmen: die BV-Aral AG. die Geschäfte der Gruppe Benzin-, Benzol-Vertrieb (BV), die Ruhr-Stickstoff-AG. die Geschäfte der Gruppen Deutscher Ammoniak-Vertrieb (DAV) und Schwefel, säureversorgung (SV) und die Verkaufsvereinigung für Teererzeugnisse AG. die Gruppen Vertrieb für Teererzeugnisse (VfT), Phenol-Vertrieb (PV) und Cumaronharz-Vertrieb (CV).

Als neue Einheitsgesellschaft wurde unter Beibehaltung des Namens „Hüttenwerke Siegerland AG.“ mit Sitz in Siegen im Zuge der Neuordnung der eisenschaffenden Industrie das zu der Vereinigte Stahlwerk AG. i. L. gehörende Unternehmen neu gegründet. Die Gesellschaft ist der größte westdeutsche Produzent von Fein- und Weißblech mit etwa 8000 Arbeitskräften. Zum Vorsitzenden des AR. wurde Dr. Karl Grosse, Wissen (Sieg), gewählt.

Greif-Werke AG., Goslar, 50 Jahre. Die in Goslar (Harz) domizilierenden Greif-Werke AG., Fabriken für Bürobedarf, können am 2. Mai auf ein halbes Jahrhundert ihres Bestehens zurückblicken. Carl Buer, eine jener echten Unternehmerpersönlichkeiten, ohne die der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahrzehnte nicht möglich gewesen wäre, war der Gründer des Werkes, das er aus kleinsten Anfängen heraus zur Weltgeltung führte. Seine ersten Erfolge errang dieser tatkräftige Unternehmer mit der Entwicklung des Vervielfältigers, Bald wurden Farbbänder und Kohlepapiere in das Fabrikationsprogramm aufgenommen, das sich in Deutschland und der Welt viele Freunde erwarb. Heute verfügt das Unternehmen über sehr moderne Fabrikationsstätten, u. a. auch über ein eigenes Füllhalterwerk. Besondere Aufmerksamkeit schenkte man stets der vielhundertköpfigen Belegschaft es entstanden Werksiedlungen, Werkskantinen, Pensionsfonds und Sterbekassen.

Die HV. der Hamburgische Electricitäts-Werke AG. billigte die Abschlüsse per 30. Juni 1950 und 30. Juni, 1951. Zum 30. Juni 1950 wurde ein Jahresgewinn von 2,48Mill. DM erzielt und zum 30. Juni 1951 ein solcher von 4,168 Mill. DM Zuzüglich des Vortrages aus dem Geschäftsjahr 1948/49 ergibt sich ein Reingewinn von 8,81 Mill. DM, aus dem auf das Grundkapital von 150 Mill. DM 4 v. H. Dividenden verteilt werden. Der Rest von 2,8 Mill. DM wird auf neue Rechnung vorgetragen. In der Bilanz per 30. Juni 1951 erscheint das Anlagevermögen mit 313,3 Mill. DM und das Umlaufvermögen mit 33,1 Mill. DM. Dem stehen Wertberichtigungen von 56,3 Mill. DM, Rücklagen von 31,3 Mill. DM, Rückstellungen von 25,7 Mill. DM und Verbindlichkeiten von 75,9 Mill. DM gegenüber (AK. = 150 Mill. DM).

P. Beiersdorf & Co. AG., Hamburg. In einer Notiz über das Jubiläum der Textil- und Gummiwerke Vorwerk & Sohn hatten wir berichtet, daß das Produktionsprogramm ein vielfältiges Sortiment „von Leukoplast bis zur Vollgummireifen“ umfaßt. Die P. Beiersdorf & Co. AG. legt Wert auf die Feststellung, daß der Gebrauch des Wortes „Leukoplast“ in diesem Zusammenhang nicht zulässig ist, weil es sich hier um die seit über 50 Jahren, geschützte Weltmarke der Firma handelt, die nur für die Verbandpflaster dieser ältesten europäischen Pflasterherstellerin verwendet werden darf.