Festlich, mit einer repräsentativen Modell- und Exportschau eleganter, kostbarer Pelze (Fachverband Pelzkonfektion) eingeläutet, endete die IV. Rauchwarenmesse (20. bis 23. April) in Frankfurt, dem „neuen Brühl“, mit der Ergebnisnote „günstig“. Der Verband der Deutschen Rauchwaren- und Pelzwirtschaft registrierte 8000 Besucher (dreimal soviel Ausländer wie 1951); Umsätze im Umfange des Vorjahres (14,2 Mill. DM), Preise generell auf Weltmarktniveau, 10 bis 20 v. H. niedriger als 1951; mit 205 Ausstellern (125 in 1949) auf 4500 qm Fläche (gegen 1949 verdreifacht) die größte Fachschau seit 1945.

Mittlere und z. T. untere Preisklassen schieben sich im Absatz auffällig nach vorn. Rationelle Arbeitsmethoden bewirken: bis zu 30 v. H. billigere Füchse sowie Nerze und Persianer zu 1935er Preisen. Gebrauchsmäntel (besonders aus Kanin, Lamm und Zickel) bilden den Produktions-Schwerpunkt. Die Messe spiegelte das. „Jeder findet, was er braucht“, sagte Fachverbands-Vorsitzender Hermann Deninger zu Beginn. Disponiert wurde mit Maßen, fern jeder Spekulation. Die Leistungsschau des Kürschnerhandwerks war nach Kulisse und Gezeigtem imponierend; man versteht, daß der Export der Branche von 1950 zu 1951 um 90 v. H. zunahm; es liegt an der erstklassigen Leistung. H. B.