Früher gab es 36 deutsche Auslands-Handelskammern, von denen nur drei (Italien, Spanien und Schweiz) den Krieg überstanden haben. Inzwischen konnten, wie kürzlich auf einer Tagung der Auslands-Handelskammern in Köln mitgeteilt wurde, wieder 14 deutsche Auslands-Handelskammern eingerichtet werden. Aus Zweckmäßigkeitsgründen hat man das System paritätisch besetzter Gremien gewählt, da auf diese Weise die deutschen Kaufleute in engeren Kontakt mit den ausländischen Kaufleuten kommen.

Die Aufgaben der deutschen Auslands-Handelskammern bestehen vor allem darin, durch Einzeldienstleistungen den internationalen Handel zu pflegen, über Absatz-, Zoll- und Außenhandelsverhältnisse zu berichten, die Handelswerbung zu unterstützen sowie die Zusammenarbeit zwischen den amtlichen deutschen Vertretungen in den Gastländern und den entsprechenden Wirtschaftsorganisationen beider Länder zu fördern. Zur Zeit bestehen wieder deutsche Auslands-Handelskammern in Ägypten, Argentinien, Brasilien, Chile, Griechenland, Italien, Mexiko, Schweden, Schweiz, Spanien, Südafrika, Uruguay und USA. In absehbarer Zeit kann auch mit der Errichtung einer Kammer in Belgien gerechnet werden. Dü.