Die Deutsche Gesellschaft für chemisches Apparatewesen (DECHEMA), Veranstalter in der ACHEMAX in Frankfurt (18. bis 25. Mai) kann vollauf zufrieden sein: der Sprung von der bisher mehr oder minder vom deutschen – Element bestimmten Tagung (allerdings übernationaler Bedeutung) zum „Europäischen Treffen für chemische Technik“ mit Weltgeltung ist überzeugend gelungen. Statistische Merkmale dessen sind die Zunahme der Auslandsbeteiligung gegenüber 1950 um mindestens 150 v. H., der Netto-Schaufläche um 50 v. H. auf fast 17 000 qm, der Ausstellerzahl um 30 v. H. auf 575 (schätzungsweise 10 000 Ausstellungsstücke).

Die Teilnahme von achtzehn technischwissenschaftlichen Vereinen aus einem Dutzend Länder von Griechenland bis Skandinavien unterstreicht die attraktive Wirkung der diesjährigen Koordination der DECHEMA-Hauptversammlung mit dem von der Société de Chimie Industrielle, Paris, veranstalteten „XXVe Congres International de Chimie Industrielle“ in Frankfurt. Eine Liaison, die – abseits der Übung – unverbindlicher Gesten – den wertbeständigen Beweis für die internationale Zusammenarbeit wissenschaftlicher Forschung und Praxis liefert.

Von den etwa 10 000 bis 11 000 durchgehend anwesenden Kongreßteilnehmern und den zahllosen vorübergehend partizipierenden Gästen wird der Verzicht auf die große Fülle von Fachvorträgen zugunsten einer übersehbareren Zahl zusammenfassender Plenarvorträge bedeutender Experten aus Europa und den USA begrüßt. Es geht dabei um die Grundlagen chemischer Verfahrenstechnik, automatisches Messen und Regeln, die kontinuierliche Durchführung chemischer Operationen, die Anwendung extremer Bedingungen und Werkstoffprobleme. Sehr nützlich ist das verstärkte Eingehen auch der Referenten auf der Hauptversammlung der Gesellschaft Deutscher Chemiker auf das in natura Gezeigte. Denn erst die Wechselwirkung zwischen anschaulicher Materie und wegweisend erläuterndem Wort erzeugt jenes Optimum an Gesamtgewinn für den einzelnen, das angesichts des stürmischen Aufschwungs der chemischen Industrie namentlich im Apparatebau seinen Niederschlag finden wird.

Was da an Labor-, Meß- und Regelgeräten, Maschinen, Apparaten und Werkstoffen, Dosier- und Verpackungsmaschinen sowie chemischen Grund- und Betriebsstoffen (letztere erstmals vertreten) vor den Augen der Wissenschaftler, Ingenieure, Industriellen und Studenten aus 37 Ländern ausgebreitet ist, vermittelt einen schier erdrückenden Begriff von den schon gelösten und immer neuen Rätseln auf diesem ökonomisch so wichtigen Spezialgebiet der Naturwissenschaften. Be.