Erholung im Norden

Es sind 75 Jahre vergangen, seitdem aus notdürftig errichteten Zelten eine Bädergemeinde entstand, die heute vier Ortsteile unter dem Namen „St. Peter-Ording“ verbindet. An der äußersten Westküste der weit in die Nordsee hinausragenden Halbinsel Eiderstedt gelegen, kann St. Peter-Ording eine selten glückliche Verbindung klimatischer Einflußfaktoren verzeichnen: Meer, Dünen, Watt, Wald, im Hinterland die breite Marsch. Die heilende Wirkung der jodhaltigen Luft wurde bereits vor 75 Jahren erkannt. Heute treffen sich in diesem beliebten Familienbad Gäste aus allen Teilen Deutschlands, besonders aus den Großstädten, und aus dem Ausland. (Gästezahlen: 1939 = 13 000, 1950 = 13 000, 1951 = 16 500.)

Heilerfolge wurden immer wieder erzielt bei Katarrhen der oberen Luftwege und der Bronchien, allergischen Krankheiten und exsudativen Diathesen, wie Bronchialasthma, Heuschnupfen, Skrofulöse, chronischen Ekzemen, funktionellen Leiden, wie Störungen der Drüsen mit innerer Absonderung und Entwicklungshemmungen, Rekonvaleszenz und Überarbeitung im Sinne von Vorbeugungs- und Abhärtungskuren.

Das Badeleben steht im Zeichen der etwa acht Kilometer langen, dem Festland vorgelagerten, über eine Brücke erreichbaren Sandbank. Hier sind neben „Strandburgstädten“ auch Plätze für freie Bäder vorhanden. Strandsegeln, Reiten, Halligfahrten und andere Sportmöglichkeiten. Auf der anderen Seite: Genügend Raum und Schönheit der Landschaft für Menschen, die Ruhe und Einsamkeit suchen. – Die Jubiläumsfeier! keiten, die sich über die Frühjahrs-, Sommer- und Herbstsaison verteilen, beginnen bereits zu Pfingsten.

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Die der ostfriesischen Küste vorgelagerten sieben Inseln: Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge sind zum Empfang der Feriengäste bereit. Die Fronten der Hotels strahlen in glänzendem Weiß, die Körbe am Strand sind in Ordnung gebracht worden, die Promenaden nach den Winterstürmen ausgebessert.

Borkum – die größte unter den Ostfriesischen Inseln mit ausgesprochenem Hochseeklima – ist von jeher ein Sanatorium für Körper und Gemüt zugleich. Das Kurtheater ist auf sechshundert Plätze erweitert, Promenadenkonzerte gehören zum Kürprogramm.