Der Dienst in einer zukünftigen deutschen Truppe wird selbstverständlich unter dem Gesetz von Befehl und Gehorsam stehen“, sagte ein Sprecher des Amtes Blank auf dem Landestag der Jungen Union in Hamburg. Die Kategorien: demokratische und autokratische Armeen seien reiner Widersinn. Es gebe nur eine gute oder eine schlechte Truppe. An einer Einrichtung, wie etwa einer Soldatengewerkschaft, sei überhaupt nicht zu denken. Man müsse heute allerdings das Schwergewicht der Ausbildung von der Kaserne fort in das Gelände verlegen. Parademarsch und Griffekloppen seien überflüssig. Auf die Beherrschung der Waffen käme es an. Es sei aber nicht beabsichtigt, mit der preußisch-deutschen Soldatentradition und ihren ethischen Prinzipien zu brechen. Die Soldaten müßten systematisch zur Selbstverantwortung erzogen werden, die sich zum Beispiel auch darin ausdrücke, daß die Kasernen von ihrer Belegschaft selbst verwaltet würden. Auch könne der Soldat die Möglichkeit finden, sich schon während der Ausbildungszeit auf seinen späteren Zivilberuf vorzubereiten. Kurz: es wird eine Armee ohne Pathos sein, aber nicht eine Armee ohne Ethos. Bst.