Das Gewicht der politischen Probleme lastete schwer auf der Börsenstimmung. Sogar die vielen offenen Fragezeichen der unausgeglichenen Konjunktur mancher Wirtschaftszweige wurden dadurch in den Hintergrund gedrängt. Zudem scheint es immer deutlicher zu werden, daß die Großanleger vor neuen Engagements die längst fällige Kapitalmarktreform abwarten wollen. Man will endlich wissen, ob der Dividendenstop fällt und in welcher Weise der Zins freigegeben werden wird. Wer angesichts dieser Situation gehofft hatte, daß die nach langem Warten bekanntgegebene 1:2-Umstellung des Mannesmann-Kapitals, die übrigens den optimistischen Erwartungen entsprach, das Ende der gegenwärtigen Börsenflaute bedeuten würde, sah sich schwer enttäuscht. Zwar ist der summen von 5000 bis 10 000 DM schon genügten, um den Kurs um 5 bis 10 Punkte zu drücken. Mit Befriedigung nahm man von den zahlreicher werdenden Dividendenankündigungen und Dividendenerhöhungen Kenntnis..

Welche Reserven die gegenwärtige Markt und Kuslage in sich birgt, zeigt der folgende Kursvergleich bei den Montanen. Die Kurse per 31. Dezember 1948 sind insofen besonders interessant, als sie vermutlich bei der Heranziehung der Aktien zum Lastenausgleich als Berechnungsgrundlage dienen dürften:

31.12.1948 / Höchstkurs 1952 /23.5.1952

Dt. Erdöl 17 153 101

Burbach Kali 12 152 95

Hoesch 18 233 170

Klöckner 18 232 194