Die Weizenversorgimg der europäisdien und asiatüdien Bedarfsländer ist trotz mandier Befürdätungen wegen schlechter Ernteergebnisse in Australasien und Argentinien, und der geringeren Ernte in den USA im ablaufeiden Weizenjahr ohneernsthafte Schwierigkeiten vor sich gegangen. Nur in Indien sind gelegentlich enige Verzögerungen in den Zufuhren der — wegen des leismangels im gamsn Osten und des Ausfalls von Austrilien als Lieferant — notwendigen großen Weizenmengen aus den USA entstanden, die aber durch die Einstellung von stillliegenden amerikanischen Libertyschiffen behoben wusden. Für das kommende Getreidejahr haben sich die Aussichten der Weienversorgung wesentlichgebessert Die U$A rechnen nach der neuesten E nte : Schätzung mit einem Weirenertrag von 986 5 Mill. Buihels gegenübe nur 645 5 Müh Bushels in 1951; Kanada redmet mit den gleichen Anbauflächen wi Im vorigen Jahr, aber mit einem größeren Überhang, aus der letzten Ernte, da von dem eingeschneiten Weizen unter den ausgezeichneten Wetterbedingungen der letzen Monate noch, rund 4 Mill t brauchbarer Ware eingebracht werden konnten. In Australien sollen in der kommenden Saison rund l Million Acres mehr mit Weizen bestellt werden, so daß also ein einigermaßen normales Ergebnis zu erwarten ist, und Indien wia England wieder stärker VOP dort beliefert werden können. Zu alledem kommen die wirklich guten Ernte aus sichten in Europa, wobei Frankreich anstatt als Käufer auf dem Weltmarkt aufzutreten, vielleicht selbst " kleinere Mengen an seine Nachbarn wird liefern können. Nur in dem früher für die europäische Weizenversorgung so, wichtigen Ausfuhrland Argentinien wird kaum, mit einer so großen Ernte gerechnet werden dürfen, daß bereits wieder nennenswerte Exporte erfolgen können, wenn auch die von der Regierung angekündigten höheren Ubernahmepreise wahrscheinlich zur Folge haben werden,daß"$ er Eigenbedarf des Landes gedeckt wird und keine Einführen mehr nötig werden. Zum Teil waren diese günstigeren Versorgungsaussichten schon bekann, als der Internationale Weizenrat am 17, April in, London zu seinen Beratungen über die Verlängerung des WeUweizenäbkommens für weitere vier Jahre über den 31. Juli 1952 hinaus und über die höheren Preisforderungen der großen Weizenausfuhrländer zusammentrat Gefördert wurde ein Höchstpreis von 2 50 $ und ein Mindestpreis von 1 90 $ je Bushel gegenüber einem bisherigen Höchstpreis von 1 80 $. Diese Preisideen wurden von den Einfuhrländern im Hinblick auf die günstigeren Versorgüngs aussichten strikte abgelehnt, und der Weltweizenrat r ging schließlich aach langen Beratungen ergebnislos auseinander. Es wurde aber ein " Ausschuß eingesetzt,der, die Frage der Einfühlung flexibler Weizenpreise untersuchen ; und darüber auf der nächsten Halbjahrssession des Internationalen Weizenrates, die am 1. Juli beginnt, berichten soll. Auf den deutschen Getreidemärkten ist das Geschäft in allen Getreidearten flau und die Preise sind schwach. Anschaffungen erfolgen fast nur für den dringendsten laufenden Bedarf. Abschlüsse in Ware neuer Ernte sind äußerst selten.

In Rom wurde am 19. Mai mit Beratungen über ein internationales Baumwollabkommennach; Ar$< des Weizenabkommens begonnen.

Auch Deutschland ist diesen Verhandlungen vertreten; Berichte über das Ergebnis der Verhandlungen liegen noch nicht vor.

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