Die Hessische Berg- und Hüttenwerke AG. mit dem Sitz in Wetzlar wurde am 4. Juni gegründet, um eine Zwischenlösung zu schaffen, die der Lage Rechnung trägt, die durch den Sozialisierungsparagraphen der hessischen Verfassung geschaffen ist. Das Anfangskapital beträgt 0,1 Mill. DM und wird erhöht werden, sobald die Übernahme der Aktiven und Passiven der „Treuhandverwaltung der Buderus’schen Erzgruben-, Hochofen- und Elektrizitätsbetriebe in Gemeineigentum“ erfolgt. Den Vorsitz im AR. übernimmt Min.-Dir. Dr. Reuß, zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde W. Reichardt von der Bank für Gemeinwirtschaft in Frankfurt bestellt. Der erste Vorstand besteht aus Dr. Witte, Dipl.-Kfm. R. Nuenighoff und G. Wagner.

Der HV. der „Nordsee“ Deutsche Hochseefischerei AG., Bremerhaven, wird vorgeschlagen, eine Dividende von 6 v. H. auf die Vorzugsaktien und 4 v. H. auf die Stammaktien für das Geschäftsjahr 1951 auszuschütten. Der Gewinn auf den 31. Dezember betrug 0,98 Mill. und erhöht sich um den Vortrag auf 1,02 Mill. DM. Im Berichtsjahr wurden drei neue Fischdampfer in Dienst gestellt und die Absatzorganisation konnte ausgebaut werden? die Fangergebnisse waren zufriedenstellend. Das AK. beträgt unv. 22 Mill., die Rückstellungen 10 Mill. DM

Die Margarine-Union AG. Hamburg, erzielte per 31. Dezember 1951 einen Gewinn von 5,66 Mill. DM, der sich um den Vortrag aus 1950 auf 14,78 Mill. DM erhöht. Auch in diesem Jahr wird vorgeschlagen, den ganzen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen, so daß wiederum keine Dividende verteilt wird. Dem Anlagevermögen von 100,8 Mill. DM und dem Umlaufvermögen von 209,3 Mill. DM stehen Wertberichtigungen von nur 2 Mill., Verbindlichkeiten von 121,4 Mill., das AK. von 100 Mill., Rücklagen von 8,5 und Rückstellungen von 65,43 Mill. DM gegenüber.

Auch im Geschäftsjahr 1951 schlägt die Phoenix-Harburg vor, 6 v. H. Dividende auszuschütten. Der Gewinn betrug 1 Mill. DM und erhöht sich um den Vortrag auf 1,37 Mill. DM, so daß 0,46 Mill. DM auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die HV. wird über die Kapitalerhöhung von 12 auf 16 Mill. DM durch Ausgabe einer gewinnberechtigten Aktie von 4 Mill. DM an die „The Firestone, Tire and Rubber Company“ zu beschließen haben. Die Ausfuhr konnte in 1951 gegenüber 1950 verdreifacht werden. Das Unternehmen ist voll beschäftigt.

Die Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft erzielte per 31. Dezember 1951 einen Gewinn von 0,397 Mill. DM, wodurch der Verlustvortrag aus 1950 in Höhe von 0,375 Mill. gedeckt werden kann. Rationalisierungsmaßnahmen sowie die Tariferhöhungen vom Herbst 1950 konnten also das Unternehmen aus der Verlustzone herausführen. Der umfangreiche Geschäftsbericht gestattet einen gründlichen und anschaulichen Einblick in die zweifellos gegenüber den Vorjahren verbesserte Lage des Unternehmens. Auf Grund der Dividendengarantie der Hansestadt Hamburg werden 5 v. H. auf die A-Aktien ausgeschüttet. Den Betrag stellt die Hansestadt zur Verfügung.

Dem Kieler Werk der Zeiss Ikon AG., Stuttgart, statteten 70 Kinovorführer aus Dänemark einen Besuch ab. Dabei hatten sie Gelegenheit, sich von der hohen Qualität der Zeiss Ikon Bild- und Ton-Anlagen zu überzeugen und sich über den neuesten Stand auf dem Gebiet der Kinotechnik zu unterrichten.

Isarwerke AG. Um dem ständig steigenden Strombedarf Rechnung zu tragen, der sich in zehn Jahren etwa verdoppelt, und den gleichzeitig wachsenden Kapitalbedarf befriedigen zu können, haben die Isarwerke GmbH., München, beschlossen, ihr Anlagevermögen auf die Isarwerke AG. zu übertragen und damit rückwirkend vom 1. Januar 1952 das Grundkapital von 7 auf 30 Mill. DM zu erhöhen. Wie Dir. v. Schlebrügge mitteilte, rechnet die Isarwerke AG., die sich durch den weiteren Bau von Wasser- und Dampfkraftwerken weitgehend von Fremdstrombezug freimachen will, in den nächsten zehn Jahren mit einem Kapitalbedarf von etwa 50 bis 65 Mill. DM, wovon etwa 45 bis 55 Mill. DM aus eigenen Mitteln gedeckt werden sollen. Die Umwandlung der Familien-GmbH, in eine AG. soll es ermöglichen, die etwa 15 bis 20 Mill. DM fremder Mittel am Kapitalmarkt zu decken.