Die besseren Beziehungen

In einer Erklärung an die Presse wies der Bundesarbeitsminister Storch eine Bemerkung der „Sozialdemokratischen Korrespondenz“ zurück, er wolle eine Einheitsfront der Rechtsparteien und der Besatzungsmächte zu innerpolitischen Zwecken herstellen. Er, so sagte Storch, habe sich niemals an die Besatzungsmächte um Intervention in innerpolitischen Angelegenheiten gewandt. Die Sozialdemokraten aber hätten offenbar bessere Beziehungen zu den Besatzungsmächten als das Bundesarbeitsministerium. Zur Zeit der Frankfurter Verwaltung habe er erlebt, daß die Sozialdemokraten ihn mit Hilfe der Besatzungsmächte zur Aufnahme bestimmter Mitglieder ihrer Partei in seine Behörde zwingen wollten.

Blinder Alarm in Karlsruhe

Vor kurzem erregte das Erscheinen des Karlsruher Überfallkommandos vor dem Bundesverfassungsgericht in der Karlstraße Nr. 10 erhebliches Aufsehen. Beamte und Polizeihunde sprangen vom Wagen und verschwanden eilig im Gebäude, vor dem sich sofort eine große Menschenmenge einfand, die eine Sensation witterte, ähnlich dem Sprengstoffattentat, das im Januar dieses Jahres auf das BVG verübt worden ist. In Anbetracht des bevorstehenden Termins zur Wehrbeitragsklage am Dienstag, dem 10. Juni, vermuteten viele eine politische Aktion. Was war indessen geschehen? Der Oberbotenmeister hatte versehentlich die Drähte der Sicherungsanlage zusammengebracht und den Alarm ausgelöst.

Katholische Jugend für Wehrpflicht

Für einen Verteidigungsbeitrag in Form einer allgemeinen Wehrpflicht haben sich die Führer des „Bundes der Deutschen Katholischen Jugend“ bei ihrem Deutschlandtreffen in Würzburg ausgesprochen. Josef Rommerskirchen, ihr Bundesführer, erklärte, die „Deutsche Katholische Jugend“ sei entschlossen, zur Sicherung des Friedens und der Freiheit die dafür notwendigen Lasten zu tragen.

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