In der Bilanz der Adam Opel AG., Rüsselsheim/Main, auf den 31. Dezember 1951, erscheint ein Gewinn von 18,95 Mill. DM, der sich um den Vortrag aus 1950 auf 75,98 Mill. DM erhöht. Der Vorstand schlägt vor, hieraus eine Dividende von 6 v. H. auf das AK von 80 Mill. DM, gleich 4,8 Mill. DM, zu verteilen und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen. In der sehr liquiden Bilanz stehen dem Anlagevermögen von 167,2 Mill. neben dem hohen Gewinn Verbindlichkeiten von nur 54,6 bei Rückstellungen für ungewisse Schulden von 23,7 und Anleihen von 8,4 Mill. DM gegenüber. Obwohl die Kapazität auf Grund von Material- und Kohleschwierigkeiten nicht voll ausgenutzt werden, konnte, wurde die Fertigung von „Personen- und Lastwagen von 246 Einheiten pro Arbeitstag 1950 auf 316 Einheiten im Tagesdurchschnitt 1951 erhöht. Die Gesamtfertigung betrug 76 955 Einheiten; es wurden 50,4 v. H. der Produktion ins Ausland verkauft gegenüber 40,5 in 1950. 32,8 v. H. aller in 1951 aus der Bundesrepublik ausgeführten Kraftfahrzeuge waren Opel-Wagen, womit das Werk auch in diesem Jahr an der Spitze des westdeutschen Kraftfahrzeugexportes stand, Im Berichtsjahr wurde ein neues Preßwerk und ein neues Prüffeld in Betrieb genommen.

Die HV der Rudolph Karstadt AG. billigte den Abschluß auf den 31. Dezember 1951 sowie die Ausschüttung einer Dividende von 6 v. H. auf das AK von 60 Mill. DM. Der Gewinn in 1951 betrug 3,73 Mill. DM und erhöhte sich um den Vortrag aus 1950 auf 4,65 Mill. DM. Der Rest von 1,05 Mill. DM wird auf neue Rechnung vorgetragen. Wie der Vorstand berichtete, wurden die Verkaufsräume der Gesellschaft in 1951 um 22 v. H. vergrößert, die Einzelhandelsumsätze erhöhten sich um 28 v. II. gegenüber dem Vorjahr. In der Bilanz steht das Anlagevermögen mit 79 und das Umlaufsvermögen mit 65,1 Mill. DM zu Buch. Rücklagen betragen 18, Rückstellungen 18,5, Hypotheken und Grundschulden 3,73, Verpflichtungen in fremder Währung 8,6 und laufende Verbindlichkeiten 27,7 Mill. DM. Für den aus dem AR ausscheidenden Dr. Paul Marx wurde das Vorstandsmitglied des Bankvereins Westdeutschland, Dr. Hanns Deuss, einstimmig zugewählt.

Die oHV der Harburger Gummiwaren-Fabrik Phoenix AG. Hamburg-Harburg, genehmigte den Abschluß auf den 31. Dezember 1951, der eine Dividende von 6 v. H. vorsah. Ferner wurde die vorgeschlagene Kapitalerhöhung von 12 auf 16 Mill. DM durch Ausgabe einer Aktie von 4 Mill. an The Firestone Tire and Rubber Company Acron/Ohio effektiv. Weiterhin ermächtigte die HV den Vorstand zur Ausgabe von bis zu 1 Mill. DM genehmigten Kapitals gegen Einlage von Sachwerten bis zum 31. Dezember 1956. Der Name der Firma wurde in Phoenix Gummiwerke AG., Hamburg-Harburg, umbenannt. Die HV wählte für Firestone S. Broers, Acron, Dr. E. Tannenberger jr., Hamburg, und J. E. Trainer, Acron, neu in den AR. Außerdem wurden H. J. Abs und R. Oetker hinzugewählt; Dr. Kaselowski schied auf eigenen Wunsch aus.

Die Werner & Mertz AG (Erdalwerke), Mainz (Rhein), genehmigte den Abschluß zum 31. Dezembe 1951, der ohne Gewinn und Verlust ist. Das Grundkapital wurde endgültig auf 5 Mill. DM festgesetzt, wodurch das Kapitalverwertungskonto aus der DM-Eröffnungsbilanz bereinigt werden konnte. Die Umstellung erfolgte daher im Verhältnis 10 : 8,5.

Die Bremen-Mindener Schiffahrt AG, Bremen, legte jetzt die Abschlüsse für die Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dez. 1951 vor. Infolge ungenügender Auslastung der Kanalflotte entstand 1948/49 ein Verlust von 0,017 Mill. DM und 1950 – ein Verlust von 0,74 Mill. DM. Mitte 1951 wurde die Beschäftigung zeitweilig besser, so daß im Geschäftsjahr 1951 ein Gewinn von 0,21 Mill. DM erzielt wurde, um den sich der Verlustvortrag auf 0,55 Mill. DM ermäßigte.

Die Hanseatische Hochseefischerei AG., Bremerhaven, erzielte im Geschäftsjahr 1951 einen Gewinn von 64 769 DM, der sich um den Verlustvortrag auf 36 814 DM ermäßigt. Hieraus sollen 4 v. H. Dividende ausgeschüttet werden. Die Fangergebnisse waren zufriedenstellend, auch besserten sich die Absatzverhältnisse, Der Rohertrag ist (in Mill. DM) auf 2,24 (1,93) gestiegen. Für Abschreibungen wurden 1,10 (0,64) aufgewandt. Anlagen werden mit 2,65 (1,96) ausgewiesen. Dem Umlaufvermögen von 0,72 (0,96) stehen Verbindlichkeiten von 2,06 (1,71) gegenüber.

Unterweser Reederei AG. Bremen. Auf Grund des im vergangenen Jahre abgeschlossenen Gewinnabführungs- und Verlustausgleichsvertrages zwischen der Metallgesellschaft AG., Frankfurt, und der Unterweser Reederei AG., Bremen, wird an die freien Aktionäre die von der Metallgesellschaft für das Geschäftsjahr 1950/51 beschlossene Dividende von 5 v. H. abzüglich 25 v. H. Kapitalertragssteuer ausgezahlt.