Sie kamen 1932 aus dem Westen, aus der rheinischen in die Spreemetropole, die vom Stamm der Hinsberg und Arioni mit ihren Aktiven Eugen Bandel und Dr. Paul Marx. Es galt nach dem damaligen Zusammenbruch des deutschen Bankgewerbes eine nicht ganz freiwillige Ehe zwischen den Barmer Bank-Verein und der Commerz- und Privat-Bank einzugehen. Dr. Marx, Sohn des früheren Oberbürgermeisters von Düsseldorf, dessen Namen das Börsenhochhaus im Herzen Düsseldorfs trägt, wurde bald der führende Kopf des Berliner Vorstandes, neben Friedrich Reinhart, der den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm.

Als einer der wenigen Magnaten früherer Epochen überlebte Dr. Marx das Kriegsende in seinem Amt, an der Hamburger Aufsichtsratsspitze des im Westen verbliebenen Geschäftsteiles der Commerzbank, bis der Dodge-Morgenthausche Bankenzerschmetterungsplan aus der Commerzbank – wie auch aus den übrigen Großbanken – neun Teile machte und es natürlich nahe lag, daß er nach sechzehnjähriger Odyssee nach seinem Ausgangspunkt, d. h. jetzt zum Bankverein Westdeutschland, nach Düsseldorf, zurückkehrte. Der gewaltige Aufschwung, den gerade diese Bank in Nordrhein-Westfalen genommen hat, der sie ihre Konkurrenten teilweise überflügeln ließ, ist im Grunde noch das Werk des Verstorbenen, dessen Lebenskreis sich schon im Alter von 64 Jahren geschlossen hat. Mit Dr. jur. Paul Marx ist einer der letzten Großen aus der Glanzzeit des deutschen Bankgewerbes dahingegangen, eine Persönlichkeit von außerordentlicher Prägung. V.