Der Nachtposten klopfte an mein Fenster, und ich öffnete.

Was gibt’s? fragte ich.

Er sagte: Es ist ein Anruf für Sie da.

Da ging ich hinüber ins Gefangenenhaus I. Draußen war es stürmisch und dunkel.

Im Haus I schlief alles. In den Korridoren und auf den Sälen brannte die Nachtbeleuchtung. Die Schemel standen vor den Türen, darunter die Schuhe. Die Päckchen waren sauber und regelmäßig aufgebaut: die Jacke, die Hose, die Mütze und das Eßbesteck. Die Tür zur Aufsicht stand offen. An der Wand hing eine Tafel mit den Namen der Gefangenen. Den Tisch deckte eine blau-weiß karierte Decke, ein aufgetrennter Bettbezug. Da stand ein Schreibzeug oben, ein Karteikasten mit den Angaben über die Gefangenen und ein Telefon.

Auf dem Stuhl lag eine Katze. Sie hatte sich zusammengerollt und die Nase zwischen die Pfoten gesteckt. Bei jedem Atemzug bewegte sich ihr Leib auf und nieder.

Ich nahm den Telefonhörer vom Tisch und meldete mich. Es war kein wichtiger Anruf. Ein Bekannter hing am anderen Ende der Leitung. Er war in einer Fabrik auf Nachtwache, und wir unterhielten uns über alles mögliche.