Die HV der Ruberoid-Werke, Hamburg (Dach- und Isolierpappen) beschloß, den Gewinn für 1951 von 7000 DM mit dem Vorjahresvortrag insgesamt 43 000 DM weiter vorzutragen. Wie der Vorstand mitteilte, ist der günstige Auftragsbestand für Dachdeckungen, Grundwasserabdichtungen und Fußbodenverlegungen seit Mitte vergangenen Jahres fast konstant geblieben. Man erwartet, daß sich auch das bisher durch die sinkende Preistendenz beeinträchtigte Handelsgeschäft in Dachpappe in nächster Zeit bessern wird, da die Abnehmer nur über geringe Bestände verfügen dürften und die Bauten bis zum Winter eingedeckt werden müssen. An Stelle des auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen AR-Mitglieds Cornelius Freiherr von Berenberg-Gosler, Hamburg, wurde Franz Heinrich Ulrich, Hamburg, in den AR gewählt.

In der AK-Sitzung der Hypothekenbank in Hamburg wurde der Jahresabschluß für 1951 nach dem Vorschlage des Vorstandes festgestellt und beschlossen, der Hauptversammlung am 19. September die Verteilung einer Dividende von 4 v. H. vorzuschlagen.

Das Exportgeschäft der Glasurit-Werke M. Winkelmann AG. (Lacke und Farben), Hamburg, hat 1951 den Vorkriegsstand wieder erreicht, zum Teil sogar überschritten. Die Lieferungen gingen in 57 Länder. Im laufenden Geschäftsjahr 1952 nahm der Inlandabsatz stark zu, auch das Exportgeschäft zeigt durch die Belieferung ausländischer Automobilfabriken steigende Tendenz. Bei einem Rohertrag von 10,57 Mill. DM und 0,78 Mill. DM Abschreibungen verblieb ein Jahresgewinn von 0,27 Mill. DM, der sich um den Vortrag auf 0,30 Mill. DM erhöht. Laut HV-Beschluß wird hieraus eine Dividende von 3 v. H. auf das 6 Mill. DM betragende Grundkapital verteilt.

Die Stettiner Oelwerke In Hamburg AG. klagte auf ihrer HV über die ausländische Konkurrenz auf dem deutschen Markt. Die Ölmühlenindustrie des Auslandes wird teilweise durch Export-Prämien unterstützt und kann daher billiger als die heimischen Werke anbieten. Die Geschäftsleitung wendet sich gegen die einseitige Liberalisierung und bezeichnet den Wertzoll von 6 v. H. bei der Einfuhr von Ölen und Fetten als zu niedrig. Infolge des starken Rückganges der Weltmarktpreise hat die Gesellschaft Verluste hinnehmen müssen, die zu einem erheblichen Teil direkt oder indirekt schuld an dem Defizit sind, das in der Bilanz für 1951 in Höhe von 0,03 Mill. DM ausgewiesen wird. (Großaktionär: Ostasiatische Kompagnie, Kopenhagen.)

Der von der HV. der Deutsche Gasolin AG., Berlin, genehmigte Abschluß für 1950 weist Erträge von 13,17 (15,27) Mill. DM aus. Nach Abschreibungen von 4.27 (6.59) Mill. DM und nach Tilgung des Verlustvortrages von 1,36 Mill. DM verbleibt ein Gewinn von 0,15 Mill. DM, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Die ersten Monate des Berichtsjahres entsprachen nicht ganz den Erwartungen, jedoch nahm das Geschäft im weiteren, Verlauf einen bemerkenswerten Aufschwung, so daß sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahre um rund 50 v H. erhöhte. Für das Geschäftsjahr 1951 wird ein befriedigendes Ergebnis erwartet. Im Zuge des Übergangs der Aktienmehrheit auf die Wintershall AG. und die Deutsche Erdöl AG. hat der bisherige AR. seine Mandate zur Verfügung gestellt. Neu gewählt wurden: Dir. Wilhelm Zentgraf, Kassel (Vors.), Otto Worthmann, Lühringsen, Dir. Ullrich Korpien, Kassel, Dir. Dr. H. Griebel, Hamburg (stv. Vors.), Dr. E. Grages, Hamburg, Dr. Bütefisch, Essen, RA. Dr F. Wecker, Düsseldorf, und Notar F. Westhoff, Düsseldorf.

Die Auskunftei Schimmelpfeng kann auf ihr 80jähriges Bestehen zurückblicken. Bereits im Jahre 1913 hatte die Firma 99 Niederlassungen mit 2500 Angestellten, davon 27 Niederlassungen im europäischen Ausland, Zwischen den beiden Weltkriegen wurde das überseeische Netz ausgebaut, das 1945 wieder vollkommen zerrissen wurde. Man ist tatkräftig an der Arbeit, gerade die überseeischen Verbindungen wieder anzuknüpfen, weil heute der deutsche Exporteur mehr denn je einer objektiven Kreditauskunft im Auslande bedarf. Mit nicht weniger als 104 Ländern hat die Auskunftei heute wieder Verbindungen. Im Bundesgebiet bestehen 108 Niederlassungen mit über 800 festangestellten Mitarbeitern.

Sinalco AG., Detmold. In unserem Bericht über das Unternehmen, der in der Ausgabe Nr. 35 vom 28. August erschienen ist, sprachen wir von 2 Mill. 1/4-l-Flaschen, die wertlos sind, wenn man sich zur Einführung der von interessierten Kreisen propagierten 1/5-I-Flasche entschließen würde. Es handelt sich aber in Wirklichkeit nicht um 2 Mill. Flaschen, sondern vielmehr um 200 Mill. Flaschen, die durch eine derartig kurzsichtige Maßnahme überflüssig werden würden, zumal feststeht daß die jetzige 1/4-l-Flasche dem Verbraucher das gewünschte Getränk in der erforderlichen Menge zur Verfügung stellt.