Auch die Kölner Textilherbstmesse (7. bis 9. September) stand im Zeichen einer Rückkehr normaler und stabiler Verhältnisse am Markt. Die Dispositionen des Handels, die allgemein als freundlicher im Vergleich zum Frühjahr bezeichnet wurden, waren angesichts der allgemeinen Preisstabilität nicht mehr durch das Preisrisiko gehemmt. Die zahlreichen Einkäufer trafen auf ein gutes Angebot, wobei jedoch auffiel, daß das Angebot der Oberbekleidungsproduktion nicht ganz vollständig war. Die Gruppe Hüte, Mützen und Kappen war stärker als bisher vertreten und zeigte zum Teil interessante modische Neuheiten. Im großen und ganzen darf nach Abschluß der Textilmesse in Köln festgestellt werden, daß die Neigung des Handels gewachsen ist, seine jüngste Umsatzbelebung nunmehr in Form einer Auftragsbelebung an die Produktion weiterzugeben. Der Käufer befand sich noch in der stärkeren Position, was jedoch nicht ausschloß, daß z. B. für Berufskleidung bereits wieder längere Lieferfristen akzeptiert werden mußten. Die Größe der vergebenen Aufträge war unterschiedlich. Im allgemeinen dürften die Umsätze des Vorjahres (bei Preisen bis zu 20 v. H. unter denjenigen des Vorjahres) mindestens erreicht worden sein. Offenbar hat sich auch diemal die wirtschaftliche Eigenart und Bedeutung der Kölner Messe (rund 50 v. H. aller Textileinzelhändler des Bundesgebietes sind in ihrem unmittelbaren Einzugsgebietansässig) als Aktivum für die Entwicklung eines zufriedenstellenden Messegeschäftes erwiesen, zumal maßgebliche Aussteller den Termin der Messe als ausgesprochen günstig besonders zur Disponierung für die Nachmusterung und das Wintergeschäft bezeichneten. Dü.